Wer ist sie denn?

Wer ist sie denn?

Wer ist eigentlich Justin Thomas’ Flamme, weil das ist eigentlich wichtiger als so ein Titel, oder? 

Mit 29 Lenzen schon zwei PGA Championships, eine jüngst, eingetütet zu haben, das können nicht allzu viele Menschen von sich behaupten. Nicht einmal viele Golfer. Aber PGA-Tour-Profis sind nicht nur Sportler, sondern auch Menschen, und rund um den 30er darf man schon fragen: Wie schaut’s aus abseits des Golfplatzes. Also wer ist Jillian Wisniewski, die Verlobte von Justin Thomas? Nun, Frau Wisniewski ist schon seit 2016 an seiner Seite. Sie wurde 1993 geboren und schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Journalismus an der University of Kentucky ab. Sie arbeitete für die Fernsehabteilung der Universität, bevor sie ihre derzeitige Position als Production Business Manager bei McGarry Bowen in Chicago antrat. Er bereist die Welt, sie lebt in der Stadt und sollte zum Zeitpunkt seines Erfolges in der Luft sein und vor dem Ende des Wettbewerbs abreisen, wechselte aber nach seiner außergewöhnlichen Leistung in letzter Minute den Flug. Thomas sagte: „Ich hatte wirklich das Gefühl, dass ich gewinnen würde. Ich erinnere mich, dass meine Freundin gegen 19 Uhr abfliegen sollte und ich dachte: Du musst deinen Flug auf später ändern, ich habe einfach das Gefühl, dass ich nicht will, dass du das verpasst. Ich habe das Gefühl, dass ich es schaffen werde.“ Vielleicht bauen sie sich ja bald ein schönes, großes Heim, wie der nächste Herr.

So schaut’s aus!

Rory McIlroy wuchs in Belfast auf, und sein neues Anwesen ist, sagen wir, ein bisschen anders, auch aufgrund der Geschichte. McIlroys Eltern Gerry und Rosie zogen ihn im kleinen Haus der Familie in Holywood, Nordirland, auf. Als McIlroy aus dem Haus der Familie auszog, war es aber keine typische Immobilie für einen Erstkäufer, nicht einmal im Eigenheim-verliebten Großbritannien. Er kaufte Robinhall House in Moneyreagh, County Down, das jetzt einen Wert von rund 3,2 Millionen Pfund hat. Und nun ist das Haus noch „ein bisschen“ größer. Der 33-Jährige besitzt eine riesige, 12.800 Quadratmeter große Villa in Florida, die er 2017 für 8,5 Millionen Pfund vom legendären PGA-Star Ernie Els gekauft hat. The Bear’s Club, eine Golfanlage 1999 von Jack Nicklaus gegründet, liegt nördlich von Miami. Die unglaubliche Nachbarschaft war die Heimat der Basketballlegende Michael Jordan, der Tennisköniginnen Serena und Venus Williams sowie der Golfkollegen Luke Donald, Michelle Wie und eben Els. Im Inneren hat McIlroy alles, was sich ein junger Multimillionär wünschen kann, mit einem Aufnahmestudio, einem Spielzimmer, einem riesigen Pool und einem Heimkino. Wie das Anwesen genau aussieht, kann man sich auf den Videoplattformen des Vertrauens gerne selber ansehen. So viel vorneweg: Es lässt sich dort sicher gut leben, egal wie seine Karriere auch weitergehen mag.

Literarisches

Kleckern statt klotzen, wie man in Deutschland also sagt. Ähnlich geht es auch Phil Mickelson, der ja jetzt auch nicht ganz unbekannt auf der Welt ist. Der hat zudem derzeit noch ein kleines Problem. Denn Golfautor Alan Shipnuck hat eine sehr brisante Biografie über den 51-Jährigen verfasst, die beinahe mehr Fragen aufwirft, als sie beantwortet – Stichwort Saudis und „LIV“-Serie. Mit der Konsequenz, dass „Lefty“ sein Anwesen in Rancho Santa Fe, Kalifornien, kaum noch verlässt. Das weiß die Öffentlichkeit freilich nicht von ihm, sondern, wie sollte es fast anders sein, von seiner Mama. Die hat nämlich mit „USA Today Sports“ geplaudert. „Er trägt jetzt etwas Bart und auch einen Schnäuzer. So was hat er nie zuvor getan“, erklärt Mary da. Und, dass es Mickelson damit alles andere als schlecht ginge: „Ich wünschte, ihr könntet ihn erleben. Er ist entspannt und lacht sehr viel, er scheint glücklich zu sein. Was wiederum mich glücklich macht, angesichts all der Begleitumstände.“ Was Golf betreffe, so gehe er kaum ans Telefon: „Wir reden auch nicht viel über Golf, obwohl wir immer mal im Garten putten und chippen, wenn er zu Besuch ist. Aber ich denke, ihr werdet einen völlig anderen Menschen erleben, wenn er sich entscheidet, wieder zu spielen – als einen, der einfach aus Spaß am Spiel spielt.“ Das wäre mit Sicherheit eine Wohltat für den Golfsport, wenn der Superstar wieder das tun würde, was er am besten kann: golfen, weniger poltern. Denn er hat ja bislang 53 Siege erringen können, davon bekanntlich sechs Majors (2004, 2005, 2006, 2010, 2013, 2021). Stünde ihm gut zu Gesicht. Wie sagte nicht jüngst Tiger Woods? „Phil hat einige Dinge gesagt, gegen die sich viele von uns, die sich der Tour und dem Erbe der Tour verpflichtet fühlen, gewehrt haben.“

Phil Mickelson nimmt sich gerade eine Auszeit. Kann man schon machen.

 


Bildnachweis: © Sportcom/Getty Images.

Georg Sander
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