Warten auf Juli

Warten auf Juli

Vier Events der Ladies PGA Tour konnten stattfinden. Geplant ist ein Weiterspielen ab Juli, zumindest Stand Mai.

Nicht dass die neue Corona-Welt im Jänner 2020 noch in Ordnung war; schließlich verweist Covid-19­ auf die Entdeckung des Virus im letzten Jahr. Aber es war ein schöner Jänner für Gaby López.­ Die Mexikanerin konnte das erste Turnier des Jahres in Lake Buena Vista (Florida) gewinnen. Madelene Sagstrom sicherte sich den Sieg Ende Jänner in Boca Raton. Hee Young Park gewann in Victoria in Australien, Inbee Park in Seaton auf demselben Kontinent. Dann kam der Ausbruch der weltweiten Corona-Krise, und die LPGA musste die Turniere einstellen. Die folgenden vier Turniere wurden gecancelt, die April-Termine der LPGA werden noch als „postponed“, also verlegt, gewertet. Das in den USA stattfindende Turnier in Williamsburg (21.-24. Mai) ist ebenfalls gecancelt. Voll der Hoffnung ist man noch bezüglich des Termins 15. bis 18. Juli, wenn bei den Dow Great Lakes Invitational weitergegolft werden soll. Zunächst war man von einem Restart Mitte Juni ausgegangen, doch das änderte sich Ende April wieder. Ursprünglich sollte das erste Turnier nach der langen Pause die Walmart NW Arkansas Championship am 19. Juni werden, diese wurde aber in den August verschoben.

Sicherheit geht vor

„Es ist klargeworden, dass es bei dieser neuen Normalität der Covid-19-Pandemie keine Eröffnungsglocke für die Rückkehr zu einem sicheren Spiel geben wird“, teilte LPGA-Kommissionär Mike Whan damals mit. „Wir haben einen Zeitplan erstellt, den wir für so sicher wie möglich halten, wenn man bedenkt, was wir über Reiseverbote, estverfügbarkeit und die Durchführung von Veranstaltungen wissen.“ Am 6. August soll mit den Evian Open das erste Major-Turnier stattfinden, wenn es die Umstände zulassen.

Training mit Technik

Und was machen die Proetten so? In einem Podcast mit der LPGA gab die 24-jährige Anne van Dam einen Einblick: „Ich versuche, einen kleinen Übungsplan zu haben. Ich versuche, mindestens zwei bis drei Stunden zu üben. Es ist wichtig, dass ich aufschreibe, was ich tun möchte, sonst bist du den ganzen Tag da und erreichst nichts wirklich. Ich versuche sehr genau zu halten, woran ich arbeite.“ Sie greift dabei auf alle möglichen technischen Hilfsmittel zurück. Damit kann man sich auch vergleichen: „Ich spiele jede Woche mit Lydia Ko und Lindy Duncan. Wir versuchen, jeden Dienstag und Samstag zu spielen, nur um zusammenzukommen und eine Stroke-Play-Runde zu spielen, um etwas Geld zu spielen und uns gegenseitig in Form zu halten.“

LetbSeries?

Auch die Ladies European Tour pausiert, das letzte Turnier fand in Südafrika statt. Weitergehen soll es laut Turnierkalender am 16. Juli im Mediterranean Ladies Open im spanischen Club de Golf Terramar. Die Deutsche Olivia Cowan kann ein Weiterspielen kaum erwarten. Sie wurde beim letzten Turnier, das die Engländerin Alice Hewson gewann, geteilte Siebte. Auf ihrer Instagram-Seite postete sie ein Schwarz-Weiß-Bild und schrieb dazu: „Ich vermisse das Wettkämpfen.“ Ansonsten geht es den Profisportlerinnen wie allen, die gerade nicht sporteln können. So erzählt etwa Agathe Sauzon: „Ich kann auch im Garten Golf spielen, habe ein Fitnessprogramm und halte mich daran. Ich renne, mache ein paar Gewichte, arbeite an Kern und Kraft. Es ist ein Monat vergangen, und ich fange an, mich zu langweilen, aber ich versuche, die gleiche Routine beizubehalten, an meinem Schwung zu arbeiten und etwas zu meditieren, ich mache auch mehr Yoga.“ Eigentlich ein ganz normales Leben dieser Tage.


Bildnachweis: © Getty Images.

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