Traumduo

Traumduo

Schauffele/Cantlay dominieren die Zurich Classic vor allem im Vierball-Bestball und gewinnen in Rekordmanier.

Xander Schauffele und Patrick Cantlay sind zwei eher ruhige Zeitgenossen. Kein Wunder also, dass die beiden auf ihre Rekordauftakt­runde von 59 Schlägen bei der Zurich Classic dann auch eher gelassen reagierten. „Wir haben gut gespielt heute, viele Putts gemacht obwohl es ziemlich windig war, und haben halt nicht immer dieselben Löcher mit Birdie gespielt. Wenn einem das bei so einem Format gelingt, dann kommt meist ein gutes Resultat dabei heraus“, so ihr Fazit nach dem unglaublichen Auftakt. 

Schönes Format

Gespielt wird die Zurich Classic auf dem TPC Louisiana nun schon seit einigen Jahren als Team­event, bei dem die Profi-Duos zwischen Vierball-Bestball an Donnerstag und Samstag und dem klassischen Vierer an Freitag und Sonntag wechseln. Schauffele und Cantlay sind solche Turniere schon gewohnt und konnten ihre Teamfähigkeit bereits beim Ryder-Cup-Erdrutschsieg für die USA im vergangenen Jahr unter Beweis stellen. Kein Wunder also, dass der Olympiasieger und der FedEx-Cup-Champion vom letzten Jahr als eines der favorisierten Teams an den Start gingen. Nach der 59 ihrer ersten Runde als Spieler oder Duo ließen es „Cant-elle“ beim klassischen Vierer etwas ruhiger angehen, ehe sie am Samstag mit 60 Schlägen erneut eine gigantisch tiefe Runde spielten. 

Ryder Cup ruft

Der Vorsprung (satte 5 Schläge) auf die Konkurrenz war vor dem Finaltag schon so groß, dass Schauffeles Zurückhaltung beim Interview schon fast komödiantische Züge annahm. „Wir haben das dritte Viertel hinter uns und die ersten drei sehr gut absolviert. Aber es fehlt uns ja noch das Schlussviertel“, so der Amerikaner. Dass die ersten drei Viertel des Duos bisher alle Scoring-Rekorde des Turniers in den Schatten gestellt hatten, erwähnte Schauffele nicht, tat aber gut daran, dem abschließenden klassischen Vierer Respekt zu zollen. Denn wenn man immer abwechselnd schlägt, kann sich schnell ein Bogey auf der Scorekarte einschleichen und die Konkurrenz Morgenluft wittern lassen. Dieses Bogey schlich sich jedoch nicht bei „Schauff-ley“, sondern beim Verfolgerduo Burns/Horschel an Bahn 17 ein und sorgte nach toller Aufholjagd der Lokalmatadoren für die Vorentscheidung. Da konnten sich Schauffele und Cantlay sogar noch ein Bogey auf dem 18. leisten, um mit 29 unter Par ganz gemütlich zum Titel zu spazieren. Nach dieser Vorstellung sollten sie als Ryder-Cup-Duo eigentlich schon fest gesetzt sein.


Bildnachweis: © Sportcomm/Getty Images.

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