Tolle Tage für Spitz

Tolle Tage für Spitz

Emma Spitz schaffte es bei ihrem Profidebüt gleich in die Top 10 und bestätigte damit die ausgezeichnete Leistung davor.

Die Liste der Ziele von Österreichs Golferin Emma Spitz ist nicht gerade kurz: Spitzenfeld der LPGA, Olympia, Solheim Cup. Der erste Schritt ist einmal getan, denn sie debütierte als Profi, scheint seit Anfang August in den Top 5 der Amateur-Weltrangliste auf. Im Oktober steht die Qualifying School an. „Jetzt habe ich einmal länger eine Pause, das war zwar nicht geplant, aber ist vielleicht eh ganz angenehm. Die Saison wird ja doch noch länger“, erklärte sie gegenüber Medien noch Mitte August. Ende August kam dann das Profidebüt an der schwedischen Westküste beim Ladies-European-Tour-Event im Skaftö Golf Club. Die Schwedinnen Maja Stark und Linn Grant feierten 2021 hier ihren ersten Auftritt auf der LET. Seitdem zeigen sie mächtig auf. Stark gewann fünf LET-Titel, Grant das Skandinavian-Mixed-Turnier – ein Weg, den auch Spitz gehen möchte. Um Grant (1.) und Stark (3., dazwischen Landsfrau Lisa Petterson) einzuholen, fehlte dann doch ein bisschen. 

Guter Start 

Mit einer 64er- und einer 69er-Runde spielte sie sogar einen Schlag weniger als die spätere Siegerin auf den ersten beiden Runden. Spitz startete etwas wackelig in die Finalrunde und musste auf den ersten drei ­Löchern zwei Bogeys notieren. Die aufeinanderfolgenden Par-5-Löcher (5 und 6) konnte sie zwar nicht zum Schlaggewinn nutzen, auf dem Par 4 von Loch 7 gelang ihr aber das erste Birdie. Noch vor dem Turn muss sie ­allerdings ein drittes Bogey notieren. Auf den Back Nine gab es auf den Löchern 11 und 12 zunächst den nächsten Birdie-Bogey­-Doppelpack. Ihren Platz unter den Top Ten sicherte sie sich schließlich mit einem starken Finish zur Punktlandung auf dem geteilten 10. Platz.

Bestätigt

Und Spitz ließ sich nicht aufhalten. Am vergangenen Wochenende schlugen die Ladies im Aland 100 Ladies Open in Finnland ab, und fast reichte es sogar für ein noch besseres Ergebnis. Spitz spielte bei ihrem zweiten Turnier als Profi lange um den Sieg mit, musste sich am Ende aber von ihrem ersten Podiumsplatz der Profikarriere verabschieden. Die Front Nine starteten mit einem Birdie auf dem Par 4 ideal, und auch in weiterer Folge spielte sie groß auf. Ein Birdie auf dem Par 3 von Loch 4 und ein weiteres auf dem Par 4 von Loch 6 brachten sie dem möglichen Sieg ein weiteres Stück näher. Doch die Back Nine verliefen nicht mehr nach Wunsch. Das erste Bogey folgte auf dem Par 3 von Loch 12, und mit einem weiteren Schlagverlust auf Loch 17 – erneut ein Par 3 – war die Hoffnung auf den ersten Profisieg dahin. Am Ende verpasste sie um einen Schlag das Podium und landet mit 71 (–1) Schlägen auf dem ausgezeichneten 4. Rang (–5). Nach Platz 6 als Amateur beim Tourdebüt und Rang 10 beim Profidebüt in der Vorwoche das dritte Top-Ten-Ergebnis auf der LET in Serie. Auch andernorts war es knapp.

Knapp vorbei

Caroline Masson aus Gladbeck zeigte auf der US-Frauen-Tour aktuell eine gute Leistung. Die Profigolferin hat einen Sieg in Sylvania/Ohio nur knapp verpasst. Die 33-Jährige spielte zum Abschluss auf dem Par-71-Kurs eine 68er-Runde und belegte mit insgesamt 268 Schlägen den dritten Platz. Gaby Lopez aus Mexiko siegte mit 266 Schlägen, Zweite wurde Megan Khang (267 Schläge) aus den USA. Ein beachtliches Profidebüt legte Aline Krauter hin. Die 22-Jährige aus Stuttgart belegte mit 275 Schlägen den geteilten 29. Platz. Sie benötigte neun Schläge mehr als die Siegerin Lopez.


Bildnachweis: © Screenshot Instagram/LET Golf.

Georg Sander
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