Toll in Weitra!

Toll in Weitra!

Zum zweiten Mal wurde das Finalturnier der PGA of Austria im GC Weitra ausgetragen.

Der Golfclub Weitra hat sich als Austragungsort des Finalturniers der PGA of Austria bewährt. Mit gutem Grund, sind die Verantwortlichen für das Event, das von 5. bis 7. Oktober im Waldviertel stattfand, doch mit einem ausgezeichneten Plan an die Sache herangetreten. Das beginnt schon bei dem besonderen Siegergeschenk, wie Manager Alfred Kern gegenüber der Golf Week erklärt: „Ganz entscheidend war, dass die Uhrenmanufaktur M.A. Meyer & Söhne Zeitgeneration mit an Bord war. Eigentümer Michael Meyer, er ist bei uns auch Mitglied. Er unterstützt die Veranstaltung, indem er dem Sieger eine Uhr mit einem Wert von etwa 5.000 Euro überreicht.“ Diese Uhr ist eigens angefertigt, handgemacht und ein Einzelstück. Das Preisgeld für das PGA- of-Austria-Finale wird vom Club gestellt. Wie die Waldviertler das machen? Im Vorfeld des Turniers fand ein ProAm-Turnier am 5. Oktober statt. Das ist einerseits gleichzeitig die Proberunde, andererseits „unterstützen regio­nale Firmen, um das Preisgeld zu stellen. Wir verkaufen Flights, da können die Firmen Kunden und Freunde einladen.“ Gespielt­ wurde ein Shamble, die Pros spielten ihren Ball als Zählwettspiel, und die drei Amateure im Flight spielten nach einem Auswahldrive einen Bestball. Das je beste Amateur-Score wurde mit dem Brutto-Score des Pros addiert, und somit wurden drei Preise in der Teamwertung vergeben. Ein kleines Preisgeld gab es obendrauf ebenfalls.

Die Besten

Das Teilnehmerfeld konnte sich durchaus sehen lassen. In Weitra schlugen, mit Ausnahme jener Profis, die derzeit auf der richtig großen Bühne golfen, ab: Johannes Steiner, Martin Wiegele, Christine Wolf, Sarah Schober und Co. „Die waren alle bei uns“, so Kern, „am Dienstag und am Mittwoch ging es um das Preisgeld.“ Am Mittwoch in der Früh war das Wetter noch etwas bedeckt, jedoch kam relativ bald die Sonne heraus und die Temperaturen stiegen auf 15 Grad. Der Platz im GC Weitra präsentierte sich, das war nicht anders zu erwarten, in einem sehr guten Zustand. Vorjahressieger HP Bacher, Johannes Steiner und Routinier Martin Wiegele brachten die 68 (-4) zum Scoring und führten nach Tag eins das Feld an. Dahinter lauerten Uli Weinhandl mit 70 (-2), Christoph Pfau, Sarah Schober, PGA-of-Austria-Sportwart Clemens Dvorak und David Koglgruber (alle 71). Vor dem zweiten Spieltag stieg demnach die Spannung. Die Wetterverhältnisse waren ähnlich wie in Runde 1, der oft drehende Wind war für die Spieler aber doch eine zusätzliche Her­ausforderung. Nach den ersten neun Löchern schob sich das Feld wieder näher zusammen, und eine spannende Entscheidung bahnte sich an. Titelverteidiger HP Bacher lag 5 über nach 9 Löchern, Johannes Steiner +3 und Martin Wiegele +1. Hingegen machte LET-Spielerin Sarah Schober zwischenzeitlich Plätze gut, die Steirerin lag bei -1 nach den Frontnine. Alps-Tour-Spieler Felix Schulz brachte eine 71 (-1) ins Clubhaus und lag mit +3 fürs Turnier in Führung. Steve Gröbner machte mit der 68 (-4) den Sprung an die Spitze, und nachdem sowohl HP Bacher, Johannes Steiner und Martin Wiegel nicht so gut scorten wie in Runde 1, blieb Christoph Pfau der Einzige, der sich mit der 70 (-2) in ein Stechen mit Steve Gröbner spielte. Die Wettspielleitung legte für das Stechen die Spielbahn 10 und, sollte es da keine Entscheidung geben, die Spielbahn 18 fest.

Der GC Weitra präsentiert sich in der Regel von seiner besten Seite.

 

Entscheidung

Beide waren mit dem dritten Schlag am Grün, Gröbner hatte leider mit dem Dreiputt das Nachsehen, und somit kürte sich Christoph Pfau zum Masters-Champion 2020, nachdem er bereits ein paar Wochen davor die Teachers Championship in Velden/Köstenberg gewann. PGA-of-Austria-Vizepräsident Florian Haempel und Sportwart Clemens Dvorak führten gemeinsam mit Clubmanager Ali Kern durch die Siegerehrung. Michael Meyer, Eigentümer von M.A. Meyer & Söhne Zeitgeneration, überreichte unter dem Applaus aller Spieler Christoph Pfau die eigens von ihm handgefertigte Uhr. Die Endwertung der PGA of Austria Tour Order of Merit 2020 ging an HP Bacher, der sich über einen einmaligen Bonus von 500 Euro und die Befreiung der Nenngelder für PGA-of-Austria-Turniere 2021 freuen darf. Christoph Pfau gewann die Teachers Order of Merit 2020 und bekam eine Bonuszahlung von 250 Euro. Christoph Pfau ist ebenfalls von der Zahlung der Nenngelder von von PGA of Austria veranstalteten Turnieren 2021 befreit. Und der GC Weitra? Der möchte das Turnier auch 2021 ausrichten – kein Wunder, eigentlich!


Bildnachweis: © PGA of Austria, © GC Weitra/Foto Lackinger.

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