Stars auf dem Golfplatz

Stars auf dem Golfplatz

Während sich junge Popstars gerne auf dem Golfplatz zeigen, ist das bei Filmstars seltener.

Sagen wir mal so:  Golf hatte es medial schon leichter. Da wäre es doch super, wenn sich der eine oder andere Filmstar auch zum Golfen bekennen würde. Wenn hier von Filmstars die Rede ist, sind Netflix-und-Co-Darsteller, also auch Serienschauspieler damit gemeint, so ist die neue Welt. Altstars hauen gerne auf den kleinen, weißen Ball. Ein paar Namen gefällig? Clint Eastwood, Matthew McConaughey, Bill Murray oder Oscar-Preisträgerin Catherine Zeta-Jones, sie alle frönen der Jagd nach einem möglichst gut klingenden Handicap. Der Nachwuchs sieht das, im Gegensatz zur Popbranche, eigentlich eher anders.  

Catherine Zeta-Jones ist nicht mehr ganz so jung und golft aber dennoch.

 

Eine der wenigen

Eine der wenigen bekannten, jüngeren Schauspielerinnen aus Übersee, die auch golfen, ist etwa Kathryn Newton. Woher kennt man sie? Etwa aus der Vampirjägerserie „Supernatural“ oder vor allem für ihre Rolle im Serienhit „Big Little Lies“. Dort spielte sie an der Seite von Reese Witherspoon, Nicole Kidman, Shailene Woodley, Laura Dern und Zoë Kravitz oder in der zweiten Staffel auch Meryl Streep. Allerdings muss man zugeben, dass die im Jahre 1997 geborene Newton schon vor der Schauspielerei golfte. In ihrer Freizeit spielt sie erfolgreich Golf, was sie unter anderem auch in der Serie „Gary Unmarried“ zeigt und dort als wahres Naturtalent dargestellt wird. Im wirklichen Leben nahm sie bereits an zahlreichen größeren Golfturnieren teil und qualifizierte sich im Jahr 2008 auch für den U.S. Kids World Cup. Daneben ist sie auch in golfverwandten Sportarten und Turnieren, wie First Tee oder U.S. Kids Junior Golf, aktiv.

Es gibt sie doch!

Während Newton fürs Golfen durchaus bekannt ist, muss man sonst noch einigermaßen suchen – schließlich drängen sich die jungen Schauspieler mit der Golferei nicht in den Vordergrund. Liam Hemsworth aber, bekannt aus „Die Tribute von Panem“, wurde schon beim Golfen abgelichtet. Zac Efron, der durch „High School Musical“ große Berühmtheit erlangte, schlägt ebenfalls ab. Michael B. Jordan, aus „Black Panther“ bekannt, haut auch einmal gerne auf den Ball drauf. Ihre Kolleginnen wie etwa Saoirse Ronan („Lady Bird“, „Little Woman“), Chloe Grace Moretz („Kick-Ass“) oder Kiersey Clemons („Angie Tribeca“, „Heart Beats Loud“) oder einige andere nehmen gegenwärtig noch Abstand davon, dem Ball nachzujagen.

Hollywoodstar Liam Hemsworth wurde schon mit dem Schläger gesehen.

 

Potenzial heben

Manche Firmen haben das Potenzial von Filmstars aber erkannt. 2020 etwa Ralph Lauren. Sie verpflichteten eben Kathryn Newton. „Ich bin so aufgeregt, mit Ralph Lauren zusammenzuarbeiten“, sagte sie damals. „Seit ich ein kleines Mädchen war, trage ich Ralph Lauren auf und neben dem Golfplatz. Ich fühle mich wirklich geehrt und bin stolz darauf, die Marke zu repräsentieren, und freue mich darauf, ein Teil der Familie zu sein.“ Sie wurde das Gesicht der Damen-Golfkollektion von Ralph Lauren für die Frühjahrs-, Sommer- und Herbstkollektionen. Die Frühjahrskampagne wurde in Florida zusammen mit dem Profigolfer und von Ralph Lauren gesponserten Athleten Justin Thomas gedreht, der Polo Golf und RLX Golf trägt, seit er 2013 Profi wurde. Andere Firmen verlassen sich leider noch darauf, dass die Golfgrößen sportlicher Natur ausreichen würden, um den Golfsport voranzutreiben.

Reicht jung?

Andere Sportarten, wie etwa die NBA oder die NFL, schmücken sich mit Promis aus dem Filmgeschäft, die die Spiele besuchen. Und klar, so mancher Star ist jung wie Lexi Thompson oder Colin Morikawa. Doch der Golfsport lebt eben nicht nur von den eigenen Stars und der Glitzerwelt rund um die, meist männlichen, Stars wie Brooks Koepka, sondern eben auch darüber hinaus. Das Beispiel Kathryn Newton zeigt, dass man durchaus auch Stars verpflichten kann, um als Marke im Golf weiterzukommen, auch wenn diese nicht unbedingt schon bekannte Golfer sind. Ein paar mehr Hollywoodstars, die vermehrt in der Öffentlichkeit spielen – das würde noch mehr Fans anlocken.


Bildnachweis: © Sportcom/Getty Images.

Georg Sander
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