Spannung pur

Spannung pur

Der Deutsche Marc Hammer (23) gewinnt die EURAM Bank Open 2022. Bester Österreicher wurde Martin Wiegele (44) mit Platz 9. 

Die Finalrunde der EURAM Bank Open 2022 im Adamstal war an Spannung nicht zu überbieten: Es gab ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Deutschen Freddy Schott und Marc Hammer sowie dem  Finnen Oliver Lindell, dem Neuseeländer Daniel Hillier, dem Spanier Emilio Cuartero-Blanco und dem Schotten Euan Walker. Die Positionen wechselten von Hole zu Hole – kein Spiel für schwache Nerven. Das Siegerlächeln durfte sich am Ende der 23-jährige Deutsche Marc Hammer aufsetzen. Er holte sich den Gesamtsieg bei den EURAM Bank Open 2022, spielte am Finaltag vier unter Par und schloss das Turnier als Einziger mit zehn unter Par ab. Die Plätze hinter ihm boten eine kuriose Aufteilung. Zweiter wurde der Franzose Pierre Pineau. Den dritten Platz teilten sich aber gleich vier Golfer: Emilio Cuartero-Blanco (Spanien), Freddy Schott (Deutschland), Oliver Lindell (Finnland) und Euan Walker (Schottland) mit jeweils 7 unter Par.

40.000 € Preisgeld

Manfred Huber, Vorstandsvorsitzende der EURAM Bank überreichte Marc Hammer den Siegerscheck in der Höhe von  40.000 Euro. „Eigentlich habe ich heute nicht so gut gespielt wie in den letzten Tagen, speziell das lange Spiel hat nicht so geklappt und auch auf den Greens hatte ich Mühe, die waren härter als zuvor. Den Platz habe ich vor zwei Wochen kennen gelernt, da bin ich eine Trainingsrunde gegangen. Das dürfte sich ausgezahlt haben. Ich bin natürlich sehr glücklich und froh.“

Platz 9 für Österreich

Für Österreich war die Finalrunde eher eine Enttäuschung, denn die Ausgangsposition hatte aus heimischer Perspektive großes Potential:  Der 44-jährige Steirer Martin Wiegele lag in der Zwischenwertung mit 7 unter Par auf dem zweiten Platz. Vor ihm lag mit 10 unter Par nur der 21-jährige Deutsche Freddy Schott. Am Ende schloss Wiegele als bester Österreicher jedoch nur auf dem neunten Platz ab und selbst den musste er sich mit Jacopo Vecchi Fossa (Italien) und Josh Geary (Neuseeland) teilen. 

Wiegele hatte einen Score von insgesamt fünf unter Par und war am Finaltag mit vier Bogeys und nur zwei Birdies nicht gerade glücklich: „Leider habe ich mich beim Putten nicht so gut gefühlt, darüber hinaus haben einige andere Schläge nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgenommen habe. Wenn man zwei Schläge besser spielt, wäre man Dritter, leider habe ich am Ende zwei Bogeys gespielt, daher muss ich mit Platz neun zufrieden sein. Trotzdem war das Antreten hier im Adamstal für mich ein positives Erlebnis, über das ich mich freuen kann.“

Bester Amateur

Auch zwei weitere Golfer aus Österreich lagen im Zwischen-Ranking noch auf aussichtsreichen Plätzen, verloren im Finish allerdings an Boden: Der Steirer Timon Baltl und der oberösterreichische Amateur Christoph Bleier waren vor dem Finaltag mit fünf unter Par Zehnte.  Der 21-jährige Oberösterreicher Christoph Bleier schloss das Turnier dann mit Platz 19 als zweitbester heimischer Spieler ab und zeigte sich gleichzeitig als bester Amateur mit seiner Leistung zufrieden: „Für mich war es eine große Ehre, hier im Adamstal als Amateur überhaupt dabei zu sein. Ich habe mir vor dem Turnier vorgenommen, zumindest den Cut zu erreichen was mir auch gelungen ist. Im Verlauf der Runden gab es viele Hochs, aber auch Downs, mit denen muss man im Golfsport einfach rechnen. Mit dem hier Erreichten bin ich sehr zufrieden.“

Platz 28 für Baltl

Nicht nach Wunsch verlief die EURAM Bank Open 2022 für den Steirer Timo Baltl. Er belegte in der Schlussabrechnung des Turniers den 28. Gesamtrang mit einem Schlag unter Par – für Baltl eine Enttäuschung: „Für mich war der heutige Tag ein sehr schlechter Tag, das lange Spiel war nicht sehr gut, auf den Greens ist nichts reingegangen, das waren eben Umstände, die mein Spiel in keinster Weise verbessert haben. Jetzt heißt es weiter trainieren und meine Verkühlung noch vorher bekämpfen.“

Drittbester der fünf Österreicher im Cut wurde Felix Schulz. Er belegte beim Event Rang 24 mit einem Tagesscore von +1 und einem Gesamtscore von zwei unter Par. Der fünfte Mann bei den heimischen Pros wurde Hamzda Amin auf Platz 56. 


Bildnachweis: © GEPA pictures/ EURAM BANK OPEN.

Peter Suwandschieff
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