Putt-Desaster

Putt-Desaster

Zum Saisonauftakt der PGA Tour 22/23 schenkt Danny Willett seinem Konkurrenten Max Homa auf der 18 die Titelverteidigung.

Man hat im Fernsehen ja so schon einiges an Golfklassikern gesehen, aber das, was Danny Willett und Max Homa bei der Fortinet Championship zum Saisonauftakt abgeliefert haben, gab es noch nie. Mit einem Schlag Rückstand auf Willett ging Titelverteidiger Homa an den Abschlag der 18 (Par 5). Homa traf das Fairway, dann den  Grünbunker, Willett das Rough, legte vor und spielte seinen dritten Schlag bis auf einen Meter an die Fahne. Homa war eigentlich schon geschlagen, vor allem, als er aus dem Bunker nicht mal bis aufs Grün kam. Doch dann chippte der Amerikaner zum Birdie ein.

Eigentlich im Kasten

Die Fans trauten ihren Augen nicht und jubelten dem Amerikaner lautstark zu. Danny Willett musste schmunzeln, doch er hatte ja bei ebenfalls 16 unter Par wie Homa einen kurzen Putt zum Birdie und Sieg. Was dann passierte, kann man eigentlich immer noch nicht glauben. Willett spielte seinen „Siegputt“ viel zu stark,  rasierte die Lochkante und so befand sich sein Ball wenig später weiter weg als zuvor. „Das war es noch nicht“, entfuhr es den amerikanischen Kommentatoren, die das Unheil für den Engländer schon fast heraufbeschwörten. 

3 Putts aus 1 Meter

Und dann nahm das Unheil tatsächlich seinen Lauf. Der Masterssieger von 2016 vergab auch zum Par und schüttelte anschließend ungläubig den Kopf. „Der erste Putt war zu hart, beim zweiten dachte ich, er wäre gerader. Es ist sehr enttäuschend, ein Turnier so zu beenden. Das Positive ist, dass ich zum Saisonstart schon gut in Form bin“, so Willett. „Ich kann mich an die letzten Minuten kaum erinnern. Das war alles einfach völliger Wahnsinn“, so der total verdutzte Sieger Max Homa.


Bildnachweis: © Sportcom/Getty Images.

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