Ohne Anlaufzeit

Ohne Anlaufzeit

Bernd Wiesberger freut sich schon auf die ­Turniere in den Vereinigten Staaten.

Im Juni golft Bernd Wiesberger noch in Österreich, dann geht es ab in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo ein interessantes Programm auf den auf dem 26. Platz im World Ranking klassierten Golfprofi wartet. Wiesberger, der im Herbst 35 Jahre alt wird, liegt im Race to Dubai Mitte Juni zudem auf dem 53. Rang. Bevor Wiesberger jedoch die Reise in die Vereinig­ten Staaten anzutreten hat, will er den angelegten „Flugrost“ auf heimischem Boden abschütteln. Mit der Teilnahme an der Nationalen Offenen, ausgetragen im GC Zell am See, komplettiert der Burgenländer das stärkste jemals dagewesene Teilnehmerfeld bei der österreichischen Meisterschaft. Per Statement lässt Wiesberger wissen: „Das Turnier fällt ideal in die Vorbereitung auf die US-Events und es ist eine gute Möglichkeit, wieder in die normalen Abläufe zu finden. Ich werde mich gemeinsam mit meinem Coach Phil De Busschere vor Ort vorbereiten und freue mich auch darauf, die jungen, österreichischen Talente in Action zu sehen.“ Das Turnierende war nach Redaktionsschluss, aber es ging eben darum, den ‚„Rost“ abzuschütteln.

Reinstarten

Für Wochen und Monate war einzig ein Trainingsprogramm zur Konservierung des Golfgefühls möglich, Einheiten im Fitnessbereich sowie regelmäßige Checks bei seinen Coaches. Für Abwechslung sorgten verschiedene Events, wie die BMW Trackman Challenge oder die Austria 4 Corona Golf Charity. „Ich freue mich bereits auf die Teilnahme an den Events in den Vereinig­ten Staaten und bin überzeugt, dass ich ohne viel Anlaufzeit in meinen Turnierrhythmus finden kann“, zeigt sich der Bad Tatzmannsdorfer selbstbewusst. „Durch mein Management wurden mir Startplätze in PGA Tour Events gesichert, welche ich über die Weltrangliste allein nicht erhalten hätte. Ich bin daher sehr froh, dass es uns möglich war, einen sinnvollen Turnierplan zu erstellen und viele Spielmöglichkeiten zu sichern.“ Los geht es mit dem The Memorial Tournament von 16. bis 19. Juli – nach der verlangten Quarantäne.

Bernd Wiesberger ist schon voller Vorfreude auf die kommenden USA-Turniere.

 

Premiere

Bei diesem Turnier ist Wiesberger das erste Mal dabei. Es ist mit 9,3 Millionen US-Dollar dotiert Gewonnen hat das Turnier 2019 der Amerikaner Patrick Cantlay mit einem Score von 19 unter Par. Auch beim 3M Open, das von 23. bis 26. Juli stattfindet, ist er das erste Mal mit dabei. Für das Event in Minnesota, bei dem der junge Amerikaner Matthew Wolf im vergangenen Jahr seinen Premierensieg erspielte, erhielt Wiesberger heuer eine der heiß begehrten internationalen Einladungen. Ersten Informationen zufolge könnte die 3M Open erstmals vor einer limitierten Publikumskulisse ausgetragen werden. Mit dem zweiten WGC Event des Jahres folgt das erste große Highlight des Amerika-Trips für Wiesberger im TPC Southwind, Memphis, Tennessee. Das mit 10,5 Millionen US-Dollar dotierte FedEx St. Jude Invitational zählt für die Race to Dubai-Jahreswertung der European Tour und umfasst ein limitiertes Starterfeld von nur 78 Spielern ohne Cut. Auch im Hinblick auf die mögliche Qualifikation für das europäische Ryder-Cup-Team bietet die FedEx St. Jude eine große Chance. Musste die Teilnahme an dem Turnier im vergangenen Jahr aufgrund von Terminkollisionen noch abgesagt werden, so ist das WGC Event für 2020 ein fixer Bestandteil der Saisonplanung. 2019 gewonnen von Brooks Koepka, gilt das WGC-Event als erstes internationales Highlight nach der Rückkehr auf die Golfbühne.

Das 7. Mal

Seine insgesamt siebte US PGA Championship bestreitet Bernd Wiesberger im TPC Harding Park, San Francisco. Gute Erinnerungen verbindet Wiesberger mit der US PGA des Jahres 2014, als er im Valhalla GC als geteiler 15. sein bisher bestes Ergebnis bei einem Major erzielte und als Co-Führender mit Rory McIlroy in den Finaltag startete. Auch heuer darf bei diesem Event mit einem besonders starken und international besetzten Feld gerechnet werden.


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