Mehr Strenge bei PGA-Corona-Konzept notwendig?

Mehr Strenge bei PGA-Corona-Konzept notwendig?

Nick Watney wurde positiv auf Corona getestet. Offenbar braucht es noch eine Überarbeitung des Covid-19-Präventions-Konzeptes auf der Tour.

Wie alle Spieler beim RBC Heritage war Nick Watney negativ getestet worden, stellte dann aber Symptome fest und wurde positiv auf den Corona-Virus getestet. Sein näheres Umfeld auf der PGA-Tour dürfte laut Medienberichten negativ gewesen sein. Experten und Insider bemängeln nun das vorliegende Konzept. Watney reiste nicht mit dem PGA-Flieger an, sondern mit dem Privatjet, war nicht im Tour-Hotel, sondern privat untergebracht. Der Weltranglisten-Dritte Justin Thomas beschreibt: „Niemand draußen scheint das Infektionsrisiko besonders ernst zu nehmen. Und unglücklicherweise kann die Tour trotz des umfangreichen Protokolls nicht kontrollieren, wo die Spieler wohnen, essen gehen oder was auch immer tun.“ Es mehren sich Stimmen, dass Watney das Areal eigentlich nicht hätte betreten dürfen.

Der ursprüngliche Plan der PGA Tour war auch um einiges strenger, eben, um Kontakte nach außen zu vermeiden und das Nachverfolgen bei einem positiven Test zu vereinfachen. Insofern wundert es wenig, wenn die PGA nun ankündigt, das 37 Seiten starke Hygienekonzept noch einmal überarbeiten zu wollen und doch wieder strenger zu machen. Noch dazu machten auch Bilder und Berichte die Runde, dass es die Stars der Tour mit Abstand halten und den sonstigen, ohnehin gelockerten Maßnahmen, nicht allzu ernst nehmen. Das bringt die PGA Tour in Bedrängnis und wird wohl zu mehr Sicherheitsmaßnahmen und einer strengeren Umsetzung des Konzepts führen, als es zuletzt der Fall war. Die Tour selbst ignoriert den Fall auf der Homepage und berichtet Stand 22. Juni nicht weiter über ein mögliches weiteres Vorgehen.


Bildnachweis: getty.

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