Lucky Number

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Jordan Spieth trotzt den PGA-Tour-Statistiken und gewinnt bei der RBC Heritage seinen 13. Titel.

Jordan Spieth ist und bleibt einfach ein Phänomen. Als der Amerikaner genau vor einem Jahr seiner vier Jahre sieglosen Zeit mit dem Titel bei den Valero Texas Open ein Ende setzte, hofften seine Fans auf ein großes Comeback. Auch für das Team USA des Ryder Cup reichten seine Leistungen aus, und dennoch schaffte es Spieth irgendwie wieder nicht ganz zurück an die Weltspitze. Seit neuestem hat sich der Texaner eine ziemlich ungewöhnlich Pre-Shot-Routine angeeignet, die wie sein ganzes Spiel zurzeit einfach sonderbar wirkt. 

Komische Moves

Hat man seine Aussetzer vor Augen, kann man kaum glauben, dass der junge Mann noch vor wenigen Jahren die Welt­spitze dominierte und zahlreiche ­Majors gewonnen hat. Doch Spieth wäre nicht Spieth, gelänge es ihm auch trotz mittelmäßigen Spiels nicht immer wieder, gute Resultate zu erzielen. Geschehen ist das nun jüngst bei der RBC Heritage eine Woche nach dem Masters. Noch am Samstag hatte Spieth das schlechteste Strokes-Gained-Putting-Ergebnis von den verbliebenen 71 Teilnehmern des Turniers. Sein kurzer vergebener Putt auf der 18 trug ein gutes Stück dazu bei. Doch am Sonntag spielte Jordan auf einmal auf wie in alten Zeiten. 

Eagletime

Gleich zwei Eagles auf den Frontnine brachten ihn auf Tuchfühlung, die er bis zum 18. Grün halten sollte. Mit einem abschließenden Birdie stellte Spieth auf 13 unter Par und ließ damit zahlreiche große Namen bei –12 hinter sich. Dazu gehörten neben dem in den letzten Wochen groß aufspielenden Iren Shane Lowry auch Routinier Matt Kuchar und erfreulicherweise der Österreicher Sepp Straka. Einzig Ryder-Cup-Kollege Patrick Cantlay vermochte ebenfalls auf –13 zu stellen, um dann im Play-off wenig später wegen einer Spiegeleinlage im Bunker am ersten Extraloch den Kürzeren zu ziehen. Jordan Spieth ist also wieder einmal in den Kreis der Sieger zurückgekehrt, einfach Wahnsinn der Typ.

Scheffler dominiert

Dominator der bisherigen Saison ist und bleibt Scottie Scheffler, der sich nach seinem Masters-Sieg eine Auszeit gönnte. Bereits vier Titel hat Scottie in dieser Saison eingefahren, was ihm neben dem schnellsten Aufstieg zur Nummer eins der Welt aller Zeiten natürlich auch die Führung im FedEx-Cup-Ranking eingebracht hat.


Bildnachweis: © Getty Images.

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