In tiefer Trauer um Fredrik

In tiefer Trauer um Fredrik

Der Golfsport verliert mit Fredrik Jendelid einen wahren Freund, der Österreichs Golfsport maßgeblich beeinflusst hat. „Tack så mycket!“, verabschiedet sich Niki Zitny.

Fred Jendelid hat den Golfsport in Österreich über viele Jahre geprägt und das sportliche Niveau der Kaderspieler und Playing Pros stark angehoben. Dabei hat er mit seiner aufgeschlossenen Art viele Freunde gewonnen. Dementsprechend groß sind der Schock über das plötzliche Ableben des 57-Jährigen bei einem Autounfall in seiner Heimat Schweden und die Anteilnahme in der gesamten ÖGV-Familie.

„Mit Fred verlieren wir einen wahren Freund, der Österreichs Golfsport maßgeblich beeinflusst hat. Ich danke ihm für seinen Einsatz, seine Passion, seine Loyalität und seine Geradlinigkeit, die vielen wertvollen Stunden des Trainings und für die interessanten und gehaltvollen Diskussionen. Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau Johanna und seinem kleinen Sohn John. May the force be with you, Fred! Tack så mycket!“, so ÖGV-Sportdirektor Niki Zitny stellvertretend. Bis Mitte der 80er war Jendelid selbst noch als Profi aktiv. Nach dem Ende der Karriere konzentrierte er sich voll und ganz darauf, als Teaching Pro Golfer noch besser zu machen. Sein Credo: die „5-Prozent-Regel“. Nur ein Golfschlag, der innerhalb von 5% der Ausgangsentfernung zum Ziel landet (bei 200 m Entfernung = 10 m; bei 15 m = 0,75 m), ist ein guter Schlag. Und wer mit seinen Schlägen nicht mehr als fünf Prozent vom Ziel abweicht, kann kein Bogey spielen. 

Seine Arbeit in Österreich begann im Jahr 2005, als er zusammen mit Anders Forsbrand das äußerst erfolgreiche Pro Team Austria (damals Telekom Team Austria) startete, wovon unter anderem Österreichs aktuelle Nummer 1 Bernd Wiesberger und viele andere profitiert haben, die teilweise noch heute erfolgreich auf den Touren dieser Welt spielen. Ab 2011 wurde er in Österreich zum National Head Coach ernannt und war somit auch maßgeblich an der Entwicklung der Amateur-Teams beteiligt. In den Folgejahren konnten unter seiner Leitung zahlreiche Medaillen bei Europameisterschaften und Weltmeisterschaften, Tourkarten und Turniererfolge eingeholt und gefeiert werden. Auch nach der Beendigung seiner Tätigkeit 2016 blieben Freundschaften und ein enger Kontakt und beruflicher Austausch bestehen. „Fred hat zusammen mit Anders Forsbrand Golf in Österreich definitiv auf einen anderen Level gehoben“, lobt Zitny die langjährige Arbeit gegenüber der APA.

Fred Jendelid war über Jahre hinweg ein Wegbereiter im österreichischen Golfsport.

 

Enthusiast

Neben einem unglaublichen Know-how sowie höchster Professionalität und Leidenschaft wusste Jendelid aber auch als Mensch mit viel Enthusiasmus in jeder Situation zu überzeugen. „Fred hat uns alle inspiriert, motiviert, gefordert und hat zielstrebig seine und unsere Ziele verfolgt. Er war der härteste Gegner in Diskussionen, jedoch hat er sich, wenn auch erst nach vielen Stunden oder Tagen, von einer anderen Meinung überzeugen lassen. Dies war nur durch seinen berühmten „reality check“ möglich. Fred war immer fair und humorvoll, hat den Golfsport gelebt und nicht selten mitten in der Nacht neue Ideen geboren. Stets waren ihm ein korrekter Umgang, gegenseitige Wertschätzung und die persönliche und sportliche Entwicklung seiner Spielerinnen und Spieler am wichtigsten. Unser tiefes Mitgefühl gehört seiner Ehefrau Johanna und seinem Sohn John, mit denen er ein spätes Familienglück gefunden hat“, so die ÖGV-Familie in einer gemeinsamen Stellungnahme. 


Bildnachweis: © ÖGV, ÖGV.

Michael Lendwich
Letzte Artikel von Michael Lendwich (Alle anzeigen)
.