Hundemörder drohen 20 Jahre

Hundemörder drohen 20 Jahre

Der Golfplatz als Sportstätte genießt eine wunderschöne Umgebung mit jeder Menge gut gelaunter Spieler, die einerseits sportliche Leistungen erbringen möchten und andererseits Entspannung suchen. Beides lässt sich auf dem Golfplatz wunderbar vereinen.

Die doch so positive Stimmung kann jedoch getrübt werden – nämlich wenn der Golfplatz zum Tatort wird. Erst vor wenigen Wochen ereigneten sich am Golfplatz im „Wyndham Grand Rio Mar Resort“ (Rio Grande) schreckliche Szenen auf Loch 17. Ein kleiner Hund, angeblich noch ein Welpe, genoss ebenso die gut gepflegte Wiese und gelang dabei auf die 17. Spielbahn, die gerade von Salil Z., einem New Yorker Bürger, bespielt wurde. Als der Hund den Ball des 59-jährigen Salil Z. entdeckte, schnappte ihn dieser mit seiner Schnauze. Dies gefiel dem bestohlenen Salil Z. nicht, der daraufhin eine 9 Millimeter Waffe von seinem Knöchel zog und mehrere Schüsse auf den Hund abfeuerte. Der Hund wurde mehrmals getroffen und verstarb an den Folgen seiner Verletzungen. Diese und viele weitere Informationen wurden von mehreren US-Medien bestätigt.

Laut Aussagen des Beschuldigten handelte es sich um Notwehr. Den Schuss gab er ab, weil ihn der Hund angreifen wollte. Der vom Hund entwendete Ball gehörte auch nicht Salil Z., sondern lediglich seinem Mitspieler. Weiters begründete er die darauffolgenden Schüsse als Barmherzigkeits-Aktion – der Hund solle nicht leiden müssen. Nach erfolgter Tat spielte Salil Z. seine Golfrunde zu Ende, ehe am 18. Loch die Polizei auf ihn wartete.

Zeugen schilderten die Handlungen von Salil Z. als übertrieben. Der Hund nahm lediglich den Ball und bellte. Nun ergeben sich aufgrund der Anklageschrift gleich drei Anklagepunkte gegen Salil Z.: Schießen an einem öffentlichen Ort, Verstoß gegen das Gesetz gegen Waffen und Tierquälerei. Aktuell sind die Punkte der Verteidigung von Salil Z. unbegründet und unplausibel. Am 9. Mai wurde Salil Z. am Golfplatz von Rio Grande festgenommen. Nach Bezahlung der Kaution in Höhe von 60.000 Dollar kam er auf freien Fuß, jedoch wurden ihm Pass und Führerschein entzogen. Am 9. September brachte die Staatsanwaltschaft die Anklagepunkte ein – bereits am 29. September beginnt der Prozess. Dem Täter drohen bis zu 20 Jahren Gefängnis, die Möglichkeit auf Bewährung für gewisse Anklagepunkte besteht weiterhin.


Bildnachweis: POLICIA DE PUERTO RICO.

Jan Kienbichl
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