Henrik Stenson hat etwas gutzumachen

Henrik Stenson hat etwas gutzumachen

Viele Ryder-Cup-Helden und -Hoffnungen treten bei den Porsche European Open an.

Das wird diesmal eine ganz andere Nummer! Vor einem Jahr war das Turnier offiziell von den lokalen und den niedersächsischen Landesbehörden noch mit Vorbehalt und strengen Auflagen als „Modellprojekt“ genehmigt worden – mit Corona-Schnelltestzentrum im Eingangsbereich, Maskenzwang fürs Publikum und maximal 2000 zugelassenen Zuschauern pro Turniertag. Immerhin waren die Porsche European Open auf dem Green Eagle-Nordplatz bei Hamburg im Juni 2021 – nach langer, nervender Pandemie-Zwangspause – das erste große Golfturnier in Europa, das überhaupt wieder vor Publikum stattfinden durfte, auf Probe sozusagen. Insgesamt gut 5000 Fans verfolgten das spannende, auf drei Runden verkürzte Turnier und den Überraschungssieg des Briten Marcus Armitage.

Aus höherer Warte

Bei der Neuauflage vom 2. bis 5. Juni erwarten die Green-Eagle-Betreiber Michael Blesch und Ralf Lührmann wieder Zuschauermassen wie in Vor-Corona-Zeiten. Und Turnierdirektor Dirk Glittenberg, Geschäftsführer von U.COM Event, erhofft sich nichts weniger als „Volksfeststimmung auf der Anlage“ mit „spektakulären Attraktionen und Side-Events“, die teilweise den Rahmen dessen sprengen, was man gemeinhin bei Golfturnieren erwarten darf. So wird hinter dem 18. Grün, unweit des neuen „Public Village“ mit reichlich kulinarischen Verpflegungsständen, ein 33 Meter hohes Riesenrad den Zuschauern ermöglichen, die versammelten Weltklasse-Spieler nicht nur aus der Nähe, sondern auch von höherer Warte aus zu beobachten.  

Der Überblick aus der Vogelperspektive dürfte sich allemal lohnen, denn das angekündigte Teilnehmerfeld für das hochkarätigste Profi-Turnier in Norddeutschland ist wahrhaft erlesen. So feiert Major-Sieger Henrik Stenson auf dem Porsche Nord Course von Green Eagle Europapremiere als auserkorener europäischer Ryder-Cup-Kapitän für 2023 und trifft auf etliche mögliche Mitstreiter im kommenden Jahr in Rom: So reisen der Porsche-European-Open-Sieger von 2019, Paul Casey, und dessen englischer Landsmann Tommy Fleetwood eigens aus den USA an. 

Im vorigen Jahr triumphierte der Engländer Marcus Armitage.

 

Zukunftshoffnungen

Mit am Start im kleinen Winsen an der Luhe, auf halbem Weg zwischen Hamburg und Lüneburg, sind der zweimalige Saisonsieger Pablo Larrazábal, Schottlands Shooting-Star Robert MacIntyre sowie mit den auf der DP World Tour schon viel umjubelten Zwillingen Nicolai und Rasmus Hojgaard (21) aus Dänemark zwei weitere europäische Zukunftshoffnungen. 

Ein Heimspiel wird das prestigeträchtige Turnier für Maximilian Kieffer, Nicolai von Dellingshausen, Marcel Siem, Top-Talent Matti Schmid und Marcel Schneider, den Siebtplatzierten des vergangenen Jahres. 

Auf einen wesentlich besseren Score hofft diesmal Martin Kaymer, der 2021 – ebenso wie der hoch eingeschätzte Mexikaner Abraham Ancer und Henrik Stenson – den Cut verpasste. Auch der Ryder-Cup-Kapitän hat auf dem Porsche Nord Course von Green Eagle etwas gutzumachen! 


Bildnachweis: © Wolfgang Weber (2).

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