Halbzeit beim Audi Circuit

Halbzeit beim Audi Circuit

Die ersten beiden Turniere der zur Audi Circuit zählenden Serie sind absolviert. Profis spielen gemeinsam mit Amateuren in den Flights.

Lukas Lipold hat am 11. Juni das zweite Turnier des vier Bewerbe umfassenden Audi Circuits im Golfclub Neusiedlersee-Donnerskirchen gewonnen. Der 26-jährige Salzburger leistete sich auf dem Par-72-Kurs keinen einzigen Schlagverlust und brachte dank dieser fehlerlosen Leistung eine grandiose 64er-Runde (-8) ins Clubhaus. Mit einem Respektabstand von vier Schlägen teilte sich das Sextett Sarah Schober, Christine Wolf, Daniel Hebenstreit, Ralph Leitner, Oliver Rath und Martin Wiegele (je 68/-4) Platz zwei.

Grundstein zum Triumph

Lukas Lipold legte den Grundstein zu seinem Triumph mit sechs Birdies in Folge auf den Löchern fünf bis zehn. „In dieser Phase habe ich mich in einen richtigen Lauf gespielt. Da hatte ich das Gefühl, einfach nichts falsch machen zu können. Da habe ich die Bälle zu den Fahnen hingeschossen und die Birdie-Chancen auch verwertet, die ich mir dadurch erarbeitet habe. Auf den zweiten neun Löchern waren noch weitere Möglichkeiten da, um noch tiefer zu scoren, aber da sind einige Putts nicht mehr gefallen“, bilanzierte Lipold, der sich in der Vorwoche beim Auftaktturnier des Audi Circuits im GC Schloss Ebreichsdorf noch mit einer 72er-Parrunde zufrieden geben musste. „Dort bin ich nicht vom Fleck gekommen, umso glücklicher bin ich, dass es heute so gut geklappt hat“, ergänzte Lipold, der einen Siegerscheck in Höhe von 2.200 Euro kassierte und sich in der Gesamtwertung des Audi Circuits von Platz 20 auf den dritten Rang nach vor katapultierte.

Christine Wolf bleibt in Führung

Christine Wolf, die Siegerin des ersten Turniers in Ebreichsdorf, hat die Gesamtführung mit einer starken 68er-Runde (-4) erfolgreich verteidigt. Die 31-jährige Tirolerin vom Olympia Golfclub Igls hält gesamt bei 133 Schlägen (-11) und geht mit zwei Strokes Vorsprung auf den Niederösterreicher Oliver Rath in die beiden Finalevents am 25. und 26. Juni am GC Murhof. „Es hat etwas gedauert, bis ich so richtig in der Runde drinnen war. Auf den zweiten neun Löchern ist es dann mit dem Score von fünf unter Par viel besser gelaufen“, meinte Wolf, der auf dem Par 4 der 15. Spielbahn ein „Kunstschuss“ gelang, als sie mit dem zweiten Schlag aus einer Distanz von 126 Metern spektakulär zum Eagle einlochte. „Dabei habe ich dort das Fairway gar nicht getroffen, dafür war der Schlag mit dem 8er-Eisen perfekt“, freute sich Wolf.

Emma Spitz bei den Amateuren in Front

Bei den Amateurinnen nahm Emma Spitz ihre Hochform vom Auftaktsieg in Ebreichsdorf, wo sie mit einer 64er-Runde (-8) überzeugt hatte, nach Donners­kirchen mit. Die 20-jährige Wienerin legte mit 68 Schlägen (-4) erneut eine tiefrote Runde hin und gewann vor ihrer Schönborn-Clubkollegin Zoe Vartyan (70/-2) und der Salzburgerin Anna Neumayer (72/Level Par). Bei den Amateuren feierte Niklas Regner (71/-1) ebenfalls seinen zweiten Sieg, der Steirer lag am Ende drei Schläge vor dem Trio Jakob Lehner, Kaito Redl und Namu Sarmini (je 74/+2).

Niklas Regner und Emma Spitz.

 

Eine Woche zuvor in Ebreichsdorf

Ladies first – Christine Wolf hat eine Woche zuvor das erste von vier Turnieren im Rahmen des Audi Circuits gewonnen. Die Tirolerin spielte auf dem Par-72-Kurs im GC Schloss Ebreichsdorf eine bogeyfreie 65er-Runde (-7) und sicherte sich mit dieser beeindruckenden Vorstellung den Siegerscheck in Höhe von 2.200 Euro. Der Steirer Gerold Folk kam der Proette vom Olympia Golfclub Igls mit 66 Schlägen (-6) am nächsten. Mit einem weiteren Schlag Rückstand wurde der nieder­österreichische Lokalmatador Oliver Rath (67/-5) Dritter. Folk erhielt dafür einen Preisgeldscheck in Höhe von 1.750 Euro, Rath trat mit 1.300 Euro die kurze Heimreise an.

„Ich war überrascht“

„Ich war selbst ein wenig überrascht, wie gut mein Spiel funktioniert hat. Ich habe zwar in der Pause aufgrund der Coronakrise sehr intensiv trainiert, aber Training und ein Turnier sind dann halt doch zwei verschiedene Paar Schuhe. Ich habe viele Fairways getroffen, starke Eisenschläge gemacht und auch gut geputtet. Das war heute vom Tee bis zum Grün sehr solide“, war Wolf mit ihrer Leistung rundum zufrieden. Der Sieg der 31-Jährigen ist umso bemerkenswerter, da ihre Proberunde am Mittwoch aufgrund starker Regenfälle buchstäblich ins Wasser gefallen war und Wolf heute ihre allererste Runde im GC Schloss Ebreichsdorf spielte.

„Superstart für die Serie hingelegt“

Zufrieden über die gelungene Premiere des Audi Circuits zeigte sich „Mastermind“ Lukas Nemecz, der zusammen mit Markus Brier das Konzept für diese Serie entwickelt hat: „Ebreichsdorf hat einen Superstart des Audi Circuits erlebt. Die Begeisterung nach der langen Pause war sowohl bei den Pros als auch bei den Amateuren und Hobbyspielern förmlich zu spüren. Obwohl es gestern so heftig geregnet und mitunter sogar gehagelt hat, war der Platz in einem sensationell guten Zustand“, bilanzierte Nemecz, der mit einer 69er-Runde (-3) im Endklassement auf dem geteilten fünften Platz landete. „Das war eine ganz wilde Runde, in der vom Eagle bis zum Doppelbogey alles dabei gewesen ist. Aber es war wichtig, endlich wieder einmal ein Turnier zu spielen“, ergänzte Nemecz. Routinier Brier startete mit einer 70er-Runde (-2) und dem geteilten siebenten Rang in das Turnierjahr 2020.

Und schon wieder Emma Spitz

In beeindruckender Form präsentierte sich mit Emma Spitz eine weitere Dame, die mit einer grandiosen 64er-Runde (-8) sogar noch einen Schlag weniger als Wolf benötigte und damit überlegen die Wertung bei den Amateurinnen für sich entschied. Das heimische Top-Talent drehte auf den zweiten neun Löchern mit fünf Birdies sowie einem Eagle und damit sieben Schlägen unter Par mächtig auf. „Das war meine tiefste Runde, die ich bisher auf einem Par-72-Kurs gespielt habe“, freute sich die 20-jährige Spitz, die zuletzt vor allem an ihrem kurzen Spiel gefeilt hat.

Intensive Arbeit wird belohnt

„Das war in der Vergangenheit immer ein bisschen inkonstant und wackelig. Daran habe ich während der Turnierpause in den vergangenen Wochen intensiv gearbeitet, und heute hat es schon sehr gut funktioniert. Es war sehr cool, endlich wieder ein Turnier zu spielen, und diese Runde macht auch Lust auf mehr“, freute sich die für den GC Schloss Schönborn spielende Spitz, die bei den Amateurinnen die Salzburgerin Anna Neumayer (72/Level Par) und ihre Clubkollegin Marlene Kresbach (74/+2) mit Respektabstand auf die Ränge zwei und drei verwies. Enger ging es in der Amateurwertung der Herren zu, die der Steirer Nik­las Regner (70/-2) mit einem Schlag Vorsprung vor dem Niederösterreicher Maximilian Lechner (71/-1) gewann. Dritter wurde der Oberösterreicher Florian Schweighofer (74/+2).

Lukas Lipold übernimmt die Siegertrophäe.

 

Ein Pro, drei Amateure, vier Turniere

Beim Audi Circuit spielt ein heimischer Playing Professional jeweils mit drei Amateuren bzw. Hobbyspielern in einem Flight. Die ÖGV-Amateure bilden eigene Spielgruppen. Neben den Tageswertungen bei den einzelnen Turnieren gibt es auch eine Gesamtwertung für die Pros, womit praktisch ein „Viertagesturnier“ aufgeteilt auf drei Wochen gespielt wird. Der Showdown geht am 25. und 26. Juni im Rahmen der beiden Finalturniere am GC Murhof über die Bühne. „Wir spielen praktisch ein Viertagesturnier aufgeteilt auf drei Wochen. Es gibt kein Streichergebnis und die Scores werden zusammengezählt. Damit ist auch in der Gesamtwertung bis zum letzten Loch Spannung garantiert“, betont Lukas Nemecz. „Die Freude ist riesengroß, dass es mit den Turnieren jetzt endlich wieder losgeht. Ich möchte mich stellvertretend für alle Spielerinnen und Spieler bei den veranstaltenden Clubs sowie bei Audi für die rasche und professionelle Umsetzung dieser Serie bedanken“, erklärt Markus Brier.


Bildnachweis: © GEPA-pictures/Audi Circuit, © GEPA-pictures/Audi Circuit (2).

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