Groß und klein

Groß und klein

Sie bereiten dem Fernsehpublikum Unterhaltung auf großen Bühnen und spielen auch Golf.

Die große Show am Samstagabend, das weckt Kindheitserinnerungen. Zu Sendungen wie „Wetten, dass …?“ oder „Verstehen Sie Spaß?“ durften auch die Kleinen länger wach bleiben. In Zeiten von Netflix, Bingewatching und Doomscrolling erfreuen sich nicht mehr so viele an den großen Abendshows.  Einen Gutteil Schuld trägt daran natürlich auch das vermehrte Auftreten von Privat- und Pay-TV-Sendern. Je mehr Angebot, desto zerspragelter ist die Einschaltquote. Dennoch zählen TV-Moderatoren nicht erst seit Frank Elstner zu den großen Stars, die Menschen beeinflussen. Influencer eben; auch wenn sie so nicht hießen, als etwa Elstner in den 80er-Jahren mit der Erfindung der zuerst erwähnten Fernsehshow bekannt wurde. Was für die modernen Influencer Instagram und Co sind, sind für die Menschen in den nächsten Zeilen mehrheitlich Klatsch-TV und -Presse. Das macht natürlich nichts!

Generationen

Eigentlich mehreren Generationen bekannt sein sollte mittlerweile Matthias Opdenhövel. Gut, der beim GC Bad Griesbach abschlagende Detmolder mag nicht den Status eines Gottschalk oder Elstner haben, ist aber mehr als umtriebig und gehört am Ende wohl zu den bekanntesten deutschen TV-Gesichtern. Opdenhövel, Stammvorgabe 30,5, begann bereits Anfang der 90er-Jahre im Fernsehen, zusammen mit Aleksandra Bechtel moderierte er von 1997 bis 1998 die Sendung „Bitte lächeln“ bei RTL II, und von 1998 bis 2003 mit Barbara Schöneberger das sonntägliche Frühstücksfernsehen „Weck Up“ in Sat.1. Bei VOX führte er zudem von 1999 bis 2001 durch das Quiz „Hast Du Töne?“, bei dem Lieder erraten werden mussten. Als Nachfolger von Christian Clerici moderierte Opdenhövel die tägliche Ratesendung „Die Quiz Show“ ab dem 20. Januar 2003 auf Sat.1. bis zur Einstellung im Jahr 2004. In jener Zeit war er auch Stadionsprecher bei Borussia Mönchengladbach. Beim ARD moderierte er Fußball, Skispringen und US-Wahlen. Von 2006 bis 2011 moderierte er die ProSieben-Show „Schlag den Raab“, die 2007 mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Unterhaltungssendung/Beste Moderation Unterhaltung“ ausgezeichnet wurde. Bei den ganz Jungen bekannt sein dürfte er durch „Joko & Klaas“ oder „The Masked Dancer“.

Matthias Opdenhövel ist wohlbekannt und spielt auch Golf.

 

Besonders

Eine doch sehr unterschiedliche Karriere legte bislang Gundis Zámbó hin. 1989 erhielt sie beim bayerischen Privatsender Tele 5 eine Festanstellung als Moderatorin. Sie präsentierte dort das Kinderformat „Bim Bam Bino“ sowie die Clipshow „Bitte lächeln“. Später wechselte sie zu Sat.1 und moderierte dort einige Quizshows. Zwischen 1996 und 2000 moderierte Zámbó „Die Vorher-Nachher Show“. Ab den 1990er-Jahren spielte sie vermehrt kleinere Rollen in Krimiserien wie „Derrick“ und „Der Alte“. 1996 übernahm sie die Leitung einer Redaktion bei ProSieben. 1997 gründete sie ein eigenes Produktionsunternehmen und arbeitet seither nebenbei als Autorin, unter anderem für das Golf Journal – sie hat ein Handicap von 16,5! Im Januar 2009 nahm sie an der RTL-Sendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ teil. Kurz darauf nahm ihre Karriere wieder eine Wende. 2012 absolvierte Zámbó an der Paracelsus-Schule in München eine Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie. Anschließend absolvierte sie eine Hospitanz in einer Spezialklinik für Essstörungen, und arbeitet seitdem als Therapeutin in München. Weitere Golfer im TV-Business sind etwa Tänzer Joachim Llambi, Caroline Beil, Ross Anthony oder Indira Weiss. Auch Joko Winterscheidt wurde schon beim Golfen gesehen.


Bildnachweis: © Sportcom/Getty Images, © Sportcomm/Getty Images.

Georg Sander
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