Golfplatz-Zeit ist Zeckenzeit

Golfplatz-Zeit ist Zeckenzeit

Bei all den verschiedenen Dingen, die wegen der Corona-Pandemie zu beachten sind, sollte nicht auf eine andere naheliegende Gefahr am Golfplatz vergessen werden: Zecken.

Vor allem im Süden Deutschlands gelten einige Regionen als Zecken-Risikogebiet. Die überwiegende Mehrheit der FSME-Fälle verteilt sich auf große Teile Bayerns und Baden-Württembergs sowie einzelne Regionen im Süden Hessens, in Sachsen und in Thüringen. Einzelne FSME-Risikogebiete befinden sich zudem in Mittelhessen, im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Österreich ist generell stark von Zecken betroffen, vor allem Ober- und Niederösterreich, Kärnten und die Oststeiermark, aber auch das Inntal. Die Spinnentiere übertragen neben FSME, dafür gibt es eine Impfung, Borreliose. Die Bakterien lösen nach einer Inkubationszeit von wenigen Tagen bis mehrere Wochen Abgeschlagenheit, Fieber und Kopfschmerzen aus, die Wanderröte, ein kreisrunder Ausschlag rund um die Einstichstelle, ist ein eindeutiges Indiz.

So schützt man sich am Golfplatz

Ganz wichtig: Zecken fallen nicht von Bäumen, wie es früher oft hieß, sondern krabbeln maximal einen Meter über dem Boden – Achtung also, wenn der Ball aus dem Gestrüpp oder hohem Gras geholt wird. Einige Zeit später stechen sie zu, bevorzugt warme, dünnhäutige Stellen, etwa in der Knie- und Ellenbogenbeugen, den Haaransatz oder die Achselhöhlen. Durch ein Betäubungsmittel spürt der Mensch den Einstich nicht. Wie man sich schützen kann? Hilfreich ist es, lange Hosen zu tragen, das Polohemd in die Hose zu stecken, helle, einfärbige Kleidung hilft. Ein Insekten-abweisendes Mittel sollte aufgetragen werden, die Wirkungsdauer ist aber auf ein bis zwei Stunden beschränkt. Wer im Rough oder hohen Gras sucht, sollte die Hose in die Socken stecken und sofort nachkontrollieren, auch durch die Flightpartner. Eine Zeckenzange mitzunehmen ist empfehlenswert, ist man gestochen, sollte der Zeck schnell entfernt werden. Bei einer Entzündung oder einer Rötung größer als eine Ein-Euro-Münze sollte ein Arzt aufgesucht werden.


Bildnachweis: Pixabay.

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