#GolfLeaks: Die Geschwister Modder

#GolfLeaks: Die Geschwister Modder

Golf, Auswanderung, Leistungssport.

Vor nur fünf Jahren zog Familie Modder von den Niederlanden nach Deutschland, Grund dafür war der Beruf des Vaters. Die Kinder Marnick (20) und Danielle (19) sahen die örtliche Veränderung als Abenteuer und konnten aufgrund bereits vorhandener Deutschkenntnisse schnellen Anschluss finden. Die größte Veränderung stellte die Schule dar, zuvor waren Marnick und Danielle Laptops, elektronische Tafeln und Powerpoint-Präsentationen gewohnt, hingegen in Bayern auf noch traditionelleren Unterricht Wert gelegt wird. Die beiden haben sich auch mit Österreich anfreunden dürfen. Seit geraumer Zeit nutzen sie ein Ferienhaus im schönen Kärnten, wodurch die deutsche Sprache weiter verbessert wird.

 

Liebe zum Sport

Der Sport spielt eine wesentliche Rolle im Leben der zwei Geschwister. Der Vater nahm die beiden schon im Kindesalter auf den Golfplatz mit, wobei sich schnell eine Leidenschaft für das Golfen entwickelte. Danielle versuchte sich zuerst am Pferd, entschied sich jedoch nach mehreren Abwürfen dann doch für den Golfschläger. Marnick macht seine ersten Erfahrungen am Platz, weil er mit seinen sieben Jahren dachte, sein Vater bräuchte Gesellschaft. Mittlerweile hat sich die Aufgabenverteilung gewaltig gedreht. Die Kinder schwingen den Schläger und der Vater darf die Begleitung bei den nationalen und internationalen Turnieren sein, wodurch er sicherlich keinerlei Enttäuschung verspürt, sondern Stolz. Nach erfolgreicher Zeit im Hessischen Kader wurde der Golfclub St.-Leon-Rot, welcher für fantastische Jugendarbeit bekannt ist, auf das Geschwisterpaar aufmerksam. Nach drei Saisonen in Deutschland schlugen sie unter dem Wappen des GC St.-Leon-Rot ab. Diese Entscheidung wird bis heute nicht bereut, die Begeisterung für die außergewöhnlich guten Trainingsmöglichkeiten und die umfassende Betreuung sind klar von den beiden zu spüren.

Danielle

Sie darf sich als Teil der niederländischen Nationalmannschaft zählen. Aber wie funktioniert das mit dem Wohnort in Bayern, der Teamzugehörigkeit in den Niederlanden und dem Ferienhaus in Österreich? Das lässt sich alles erklären durch enorm lange Fahrstrecken. Stundenlange Autobahnfahrten sind keine Seltenheit, da die Gruppentrainings der Nationalmannschaft sehr ernst genommen werden. Die Mutter von Danielle und Marnick übernimmt den Job der Fahrerin und verzichtete somit auf die eigene Arbeitskarriere. Danielle errang mehrmals den niederländischen Meistertitel ihrer Altersklasse und in Deutschlang holte sie bereits einen Titel mit der Damenmannschaft des St.-Leon-Rot. Als Steckenpferd ihres Spieles nennt sie den Umgang mit Drucksituationen. Sofern es mal stressig wird verliert sie nicht die Nerven, sondern erbringt sogar Höchstleistung.

„Wichtige Ein-Meter-Putts während entscheidenden Momenten sind fast immer im Loch.“

Danielle gibt ganz klar von sich, dass wenn man im Golf höhere Ziele erreichen möchte, jeden Bereich gleich viel trainieren muss. Das Trainingskonzept muss fixe Stunden auf dem Chipping-Grün und Putting-Grün vorsehen. „Hard work pays off!“

 

Marnick

Auch er kann mit seinen jungen 20 Jahren viele Erfolge bei den niederländischen Meisterschaften aufzählen. Auf die Frage: „Was ist deine persönliche Spielstärke?“, hat Marnick eine klare Antwort, nämlich sein Durchhaltevermögen. Niemals aufgeben, egal in welcher Situation man sich befindet, ist bei diesem Spiel entscheidend. Oftmals weiß er genau, dass die Birdiestrategie nicht zielführend ist, sondern ein sicheres Par ausreicht. Defensives Spielen muss gelernt sein. Marnick ist ebenfalls ein Matchplay-Typ, der geduldig abwartet, um den Gegner die Chance bietet Fehler zu machen. Den Amateurgolfern empfiehlt er, nicht zu verzweifeln, wenn der Ball nicht gerade fliegt. Jeder Spieler hat eine Flugkurve, die ihm gut liegt. Genau diese soll nicht verändert, sondern gefestigt werden. Mit zunehmender Kontrolle bekommt der Spieler mehr Vertrauen in sein eigenes Golfspiel. Das verbessert den Score und den Spaß am Spiel deutlich.

 

Conclusio

Die Geschwister Modder sind eindeutig ein sympathisches und liebevolles Geschwisterpaar. Mit ihrem sportlichen Wissen können sie sich gegenseitig unterstützen und herausfordern. Das gute Verhältnis zu den Eltern hilft den beiden, alles verwirklichen zu können. Dafür sind sie besonders dankbar und schätzen diesen Rückhalt sehr. Nicht nur die Eltern sind ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens, sondern auch die Haustiere gehören zum Rückzugsort dazu. Beide verfolgen das Ziel den Meistertitel mit der Mannschaft in Deutschland zu holen, wofür wir den beiden viel Erfolg wünschen.

 


Bildnachweis: © Privat (5).

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