Golffacts

Golffacts

Was Sie schon immer über Golf wissen wollten – vom gepflegten Smalltalk bei und nach der Runde.

Ich weiß nicht, ob es Ihnen auch so geht – nach einer langen Runde Golf zurück im Clubhaus, gibt es zwei Möglichkeiten, sich mit den Flightpartnern auszutauschen. Und mit Sicherheit gibt es viele unter uns, die Variante eins zur Genüge kennen – der eigene Score wird nochmal durchgekaut, einzelne Bahnen besprochen, besonders gute oder schlechte Schläge von sich und den anderen ­analysiert. Und man tauscht Erfahrungen über andere Plätze aus, wo sollte man demnächst mal hin, der Platz sei besonders schön und so weiter und so fort.

Das kann ja auch durchaus interessant oder lustig sein (vor allem, wenn man sich gut kennt und befreundet ist). Aber wie wäre es, wenn man sein golferisches Smalltalk-Level erweitert und auch mal Neues oder Überraschendes über Golf zu erzählen hätte? 

In kaum einer anderen Sportart haben doch die Sporttreibenden so viel Zeit, um ausführlichere Gespräche miteinander zu führen und sich bestens kennenzulernen. Egal ob auf der Driving Range, auf dem Platz oder im Clubhaus.

Wie wär’s beispielsweise, wenn man eine Anekdote über verlorene Bälle parat hat, wenn die eigene Runde mal wieder äußerst verlustreich war.

Kleiner Tipp gefällig? – Sie werden erstaunte und aufmerksame Gesprächspartner haben, wenn Sie beiläufig erwähnen, dass ein gewisser Gerald Lee der fleißigste und glücklichste Ballfinder auf einer einzigen Golfrunde war. Der gute Mann fand sagenhafte 132 Bälle. Wie er sie transportiert hat, ist nicht überliefert, aber man weiß, dass sein Sucheifer auch begründet war, denn mit 31 verlorenen Bällen auf einer Runde hält er vermutlich auch diesen Rekord. Oder Sie flechten die Story über einen gewissen Jim White ein – der versenkte sagenhafte 16 Bälle an einem Wasserhindernis … der Arme.

Wir von der Golf Week werden Sie künftig regelmäßig versorgen mit kuriosen Fakten, absolut unnützem Wissen und Rekorden, die die Welt nicht braucht. Versäumen Sie nicht das ultimative „Abc des Golfwissens“ à la Golf Week, ab ­sofort in jeder Ausgabe und ­online.

Sollten Sie uns den einen oder anderen kuriosen Fakt aus der Golfwelt zukommen lassen wollen, schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an die Redaktion oder eine PN auf Facebook.

 

A wie Ausserirdisch

50 Jahre ist es nun her – der Kommandant der Apollo-14-Mission, Alan B.  Shepard, war der erste Golfer auf dem Mond. Er hatte zwei Golfbälle mit an Bord der Raumsonde genommen und sich trickreich einen Schläger gebastelt. Er befestigte den Kopf eines Eisen 6 an einer Stange, mit der die
Astronauten zuvor Bodenproben eingesammelt hatten. 

Wegen seines steifen Spezialanzugs musste der Astronaut zwar einhändig spielen, aber im zweiten Versuch dann das Erfolgserlebnis: Der Ball soll nach Aussage Shepards mit leichtem Fade über „Meilen und Meilen und Meilen“ geflogen sein. Wissenschaftler haben diese Distanz immer angezweifelt – trotz der geringen Schwerkraft auf dem Mond. Die Rede war von etwa 400 Metern. Da es keine Reibung durch Luftteilchen gibt und die Anziehungskraft nur ein Sechstel so stark ist wie die auf der Erde, könnte ein Golfball auf dem Mond theo­retisch im Idealfall fast vier Kilometer weit kommen – und eine Minute unterwegs sein.

Seitdem haben viele Weltraum-enthusiasten gerätselt, welche Strecke vor allem der zweite Ball auf der Mondoberfläche hingelegt hat. 

Dieses Mysterium scheint gerade erst kürzlich vom Bildverarbeitungsexperten Andy Saunders in Kooperation mit der United States Golf Association (USGA) gelöst worden zu sein. Er hat das Archivmaterial der Mond-Mission digital aufgebessert, um die Bälle auf der Mondoberfläche zu entdecken und deren Distanz zur Abschlagstelle zu berechnen. Sein Ergebnis: Während der erste Ball etwa 22 Meter weit flog, erreichte der zweite 37 Meter.  

Was auch immer nun wirklich stimmt, so oder so – die Vorteile waren für den Astronauten klar gegeben – keine Bäume, keine Wasserhindernisse, keine Bunker …

 


Bildnachweis: © Golf Week (2).

Isabella Henkel
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