Golffacts

Golffacts

Das Ziel von Golf ist, so wenig Golf wie möglich zu spielen.

Klingt irgendwie komisch, aber stimmt doch – möglichst wenig Schläge auf einer Runde zu brauchen, das wollen wir doch alle. Heute geht es in der Rubrik Golffacts genau darum: Mit einem Hole-in-One ist man nun mal mit einem einzigen Schlag am Ziel, im Loch – und notiert eine großartige Eins auf der Scorecard.

 

Ein Golf-Profi braucht übrigens durchschnittlich 2500 Golfbälle, bis ein Drive direkt im Loch landet. Amateur-Golfer brauchen naturgemäß länger für ein Hole-in-One. Laut einer DGV-Statistik aus dem Jahr 2007 sollen 437 Drives bei ca. 4,8 Millionen Abschlägen an einem Par-3-Loch direkt eingelocht worden sein. Das entspricht einer Erfolgsquote von 10.150 zu 1

Zwei Asse in einem Spiel

Zwei Hole-in-Ones in einem Spiel zu machen, das ist beinahe unmöglich. Die Chance liegt dabei bei 1:67.000.000. Zum Vergleich – die Chance auf einen Sechser im Lotto liegt bei 1:8 Millionen. Das lässt die Leis­tung der Deutschen Kassandra Komma noch erstaunlicher wirken. Sie erzielte 2013 zwei Hole-in-Ones auf dem R&S Sharf Golf Course in Rochester Hills, USA. Und erst kürzlich schlug ein elfjähriger Amerikaner zu: Der kleine Jake Martinez schlug zwei Asse beim Golfturnier der Palm Springs Open (Golf Week berichtete in der letzten Ausgabe).

Früh übt sich

Der jüngste Hole-in-One-­Golfer allerdings ist der fünfjährige Matthew Draper, der seinen Golfball aus 111 Metern Entfernung einlochte. Tiger Woods war bei seinem ersten Hole-in-One übrigens acht Jahre alt. 

Der wahrscheinlich älteste Golfer, der eine Hole-in-One-Party schmeißen musste, war 2014 der 103-jährige US-Amerikaner Gus Andreone. Er hatte im Palm Aire Club in Florida am 14. Loch den Ball direkt versenkt.

Tiger Woods, das Wunderkind, nicht nur, was ein Hole-in-One angeht.

 

406 Meter mit einem Schlag

Das längst „Hole in one“ der Welt wurde am 7. Oktober 1965 von Robert Mitera im Miracle Hills Golf Club in Omaha, Nebraska erzielt: Distanz 406 Meter. Mitera konnte dabei nicht einmal die Flagge sehen. Er realisierte sein As erst als er auf dem Green ankam und von einem anderen Golfer darüber informiert wurde.

Da fliegt schon mal der Schläger vor Freude.

 

Akkordarbeit

Gezählt werden normalerweise ja nur Schläge während eines Turniers, bei dem man bekanntermaßen ein Loch kein zweites Mal spielt, zumindest nicht am selben Tag. Der italienische Golfpro Edoardo Molinari durfte bei einer PR-Aktion seines Ausrüsters bei den Italian Open 2017 hingegen mehrfach am selben Par-3-Loch abschlagen. Aber auch in 500 Versuchen klappte es nicht – Unser einer bekommt jedoch feuchte Augen bei dem Hinweis, dass Molinari bei all seinen Schlägen lediglich zwei Mal das Green verfehlt haben soll. Da sieht man mal wieder, Konzentration ist (fast) alles beim Golf.

Edoardo Molinari – man kann es nicht erzwingen.

 

Hole-In-One für die Geschichte

Dem spanischen Golfprofi Jon Rahm gelang beim US Mas­ters in Augusta 2020 eines der spektakulärsten Asse ever. Am berühmten 16. Loch hüpfte sein Ball nach dem flachen Abschlag zunächst dreimal über das Wasser, ehe er wieder auf dem Grün landete und dort ins Loch rollte. Einziger Haken: Es gelang ihm nur im Training.


Bildnachweis: © Golf Week (2), © Getty Images.

Isabella Henkel
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