Golfen am größten Wasserhindernis der Welt

Golfen am größten Wasserhindernis der Welt

Wer an wunderschöne Golfplätze denkt, hat mit großer Sicherheit die Golfplätze am Festland im Kopf. Nicht nur auf festem Boden kann Golf praktiziert werden. Viele Anbieter von Kreuzfahrten werben mit Golferlebnissen auf hoher See – dabei stellt sich die Frage wie dies nur möglich ist.

On Board

Vorweggenommen werden muss, dass ein 18-Loch Platz über mehrere Hektar Fläche nicht zur Debatte steht. 18-Loch Kurse passen jedoch sogar mehrere in die Software von Golfsimulatoren, die auf allen hochwertig ausgestattetet Kreuzfahrtschiffen zu finden sind. Zumeist bieten die Simulatoren – je nach Ausführung – berühmte Plätze wie St. Andrews, Pebble Beach und Pinehurst.

Mit viel Kreativität werden Putting Greens auf Kreuzfahrtschiffen gestaltet – dabei geht es oft in Richtung Minigolf, was dennoch viel Spaß bereitet. Golfspieler aus kälteren Gegenden der Welt kennen sie sehr gut. Abschlagsnetze finden auch auf hoher See ihre Nützlichkeit. Auf der Terrasse des Schiffs mit Aussicht auf das weite Meer oder auch indoor darf kräftig abgeschlagen werden. Abschlagsnetze bieten vor allem bei technischen Schwungumstellungen einen großen Vorteil. Das Schlagergebnis wird nicht sofort gesehen, wodurch man sich auf neue Schwunggefühle und Techniken leichter einlässt, auch wenn sie nicht von Beginn an zum erwünschten Ergebnis führen. Möchte der Spieler den Ball trotzdem bis zum Landen beobachten, gibt es seit geraumer Zeit eine sehr einfallsreiche Innovation. Spezielle Golfbälle, die aus komprimiertem Fischfutter bestehen, dürfen sogar ins Wasser geschlagen werden und verursachen dabei keinen Umweltschaden.

 

Dabei sind wir bei einem weiteren Angebot des Kreuzfahrtschiffes. Der Großteil der Reiseanbieter hat einen Golflehrer an Bord. Schnupperkurse, Einzelstunden und Coachings können einfach gebucht werden und dienen dem positiven Zeitvertreib am Schiff. An Bord von „Princess Cruises“ entstand eine Golfschule inklusive 9-Loch Golfplatz. Dabei handelte es sich um eine David Leadbetter Golf Academy – wohl eine der spektakulärsten weltweit. Das Angebot reichte von Schwunganalysen, High-Speed-Kameras, Taktik- und Mentaltraining bis hin zu individueller Beratung.

„Celebrity Cruises“ bot seinen golfbegeisterten Kunden eine VIP-Besuch während den British Open 2014. Am Schiff wartete man mit einer 2.000 Quadratmeter großen Echtrasenfläche auf, worauf Übungen mit den Berühmtheiten stattfanden.

Off Board

Das Angebot am Schiff lässt so einige Golf-Gemüter beruhigen und die Sehnsucht nach ihrem beliebten Sport stillen. Das Gefühl an einem tatsächlichen Golfplatz zu stehen, ist dennoch unübertrefflich. Kreuzfahrtveranstalter bereisen die schönsten Reisedestinationen entlang der Küsten, die mit den spektakulärsten Golfplätzen versehen wurden. Beim Anlegen des Schiffs heißt es dann schnell ans Festland zu kommen und den Golfplatz aufzusuchen. „Aida Cruises“ bietet im Rahmen von klassischen Kreuzfahrten auch spezielle Golfreisen an. Während sich Touristen in den Altstädten geschichtliche Monumente anschauen, dürfen die Golfer auf den schönsten Küstenplätzen abschlagen. Eine dieser Traumrouten geht dabei entlang dem Persischen Golf. Ebenfalls beliebt sind die Kanaren, die britischen Inseln, die Karibik, die Ostsee und nicht zu vergessen das Mittelmeer.

 

Golf and Sail

Für Menschen, die auf der Suche nach einem ganz besonderen Erlebnis sind, gibt es die Mittelmeer-Reisen von „Golf & Sail“. Dabei verbringen die Teilnehmer im Durchschnitt zehn Tage auf einem Segelschiff und klappern wunderschöne Golfplätze entlang der Küste ab.


Bildnachweis: HLKF, AIDA Cruises.

Jan Kienbichl
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