Golf-Kennzahlen in Europa

Golf-Kennzahlen in Europa

Laut European Golf Association spielen 10,6 Millionen Menschen in Europa Golf. Interessant sind Daten wie die Verteilung der Spieler, Anzahl an Golfplätzen, Frauenquote, Jugendquote und viele mehr. Die wichtigsten Kennzahlen hat die Golf Week Redaktion in einem Bericht zusammengefasst inklusive direktem Österreich-Deutschland-Vergleich.

European Golf Association

In regelmäßigen Zeitabständen veröffentlicht die EGA den „European Golf Participation Report“. In diesem Bericht werden Zahlen aus dem Golfsport in ganz Europa präsentiert. Mitglieder sind Länder, deren nationaler Golfverband Mitglied bei der EGA ist. Dazu gehören aktuell 49 Länder. Nach der Veröffentlichung des Berichtes im Jahr 2019, kam nun die neue Version des Jahres 2021 zum Vorschein. Der Datenumfang übersteigt den Rahmen einer Kurzpräsentation, deshalb haben wir die interessantesten Daten herausgefiltert.

Europäischer Durchschnitt

In Europa sind aktuell rund 10,6 Millionen Golfer unterwegs. Das bedeutet, dass 1,2 Prozent der Bevölkerung in den europäischen Ländern den Golfschläger schwingen. Vereinzelte Länder haben daran eine überdurchschnittliche Beteiligung. Die Nase vorne hat Island, wo 17,74 Prozent der Einwohner Golf spielen. Danach folgt Schottland mit 10,89 Prozent, England mit 8 Prozent, Irland mit 7,84 Prozent und Schweden mit 5,8 Prozent.

Andere Verhältnisse

In England gibt es ungefähr doppelt so viele Golfplätze als in Deutschland, jedoch sind in England auch viermal so viele Golfer unterwegs. Pro Golfplatz ergeben sich somit mehr Spieler, wodurch die Nachfrage wesentlich höher ist. Im europäischen Durchschnitt gibt es 1.191 Golfer pro Golfplatz.

Was sind Golf-Nomaden?

Die Nase vorne bei der Zahl der nicht registrierten Golfern hat ebenfalls England, dicht gefolgt von Italien. In England sind 85 Prozent aller Spieler bei keinem Club registriert – sie sind Golf-Nomaden – in Italien sind es 80 Prozent. Im Zeitraum 2019 bis 2021 stieg die Zahl der registrierten Golfer in Europa um 4,6 Prozent. Die höchsten Zuwächse hatte dabei England (+ 63.500) und Schweden (+ 54.600), hingegen in Spanien (- 35.400) und Frankreich (- 15.800) die Zahl der registrierten Golfer zurückging. Insgesamt gibt es 9 europäische Länder, die einen Anteil von über 2 Prozent an registrierten Golfern, gemessen an der Einwohnerzahl, aufweisen. Diese sind Irland, Schweden, Schottland, Liechtenstein, Island, Finnland, Dänemark, Niederlande und Norwegen.

Golfnationen

Höchst interessant ist auch zu wissen, wo es denn die meisten Golfplätze gibt. England schießt dabei mit 2.213 Golfplätzen ins Auge. Auf Platz zwei befindet sich Deutschland mit 1.054 Golfplätzen vor Frankreich mit 811 und Schweden mit 650. Insgesamt ging die absolute Zahl an Golfplätzen seit dem Jahr 2019 um 77 zurück. Knapp 60 Prozent aller Länder in Europa haben weniger als 50 Golfplätze.

Frauen-Aufholjagd

Die Geschlechteraufteilung veranlasst ebenfalls zur Berichterstattung. Österreich hat in Prozenten gemessen die höchste Frauenquote mit 38 Prozent. Danach folgt Liechtenstein mit 37 Prozent und Deutschland mit 36 %, wo gleichzeitig die höchste absolute Frauenanteil gemessen wurde.

Jugendarbeit

Bei der Kinderarbeit scheint Schweden der Vorreiter zu sein. Mit 11 % Jugendlichen, gemessen an der Gesamtzahl der Golfer, darf das Land sehr stolz sein. Nachfolger sind England mit 7 Prozent und Deutschland mit 6 Prozent. Insgesamt sind 43.000 Jugendliche in Golfclubs registriert. Im internationalen Vergleich macht man dabei keine großen Sprünge – Staaten wie Aserbaidschan und Armenien haben Quoten zwischen 50 und 60 Prozent.

Österreich – Deutschland

In der folgenden Tabelle sieht man den direkten Vergleich zwischen Österreich und Deutschland. Die Daten wurden aus dem „European Golf Participation Report 2021“ entnommen.

Den offiziellen „European Golf Participation Report 2021“ kann man unter folgendem Link downloaden:

Hier zum Download


Bildnachweis: Getty Images.

Jan Kienbichl
Letzte Artikel von Jan Kienbichl (Alle anzeigen)
.