Führungswechsel

Führungswechsel

Nun ist die Übergabe in der Golfarea 36 erfolgt: Elgar Zelesner geht in den Ruhestand, Christoph Schneeberger übernimmt.

„Man muss wissen, wann man geht“, scherzt Elgar Zelesner, der seit zwei Jahrzehnten Clubmanager beim Golfclub Föhrenwald war und das Fortkommen bis hin zur Golfarea 36, die es seit 2019 gibt, maßgeblich mitgeprägt hat. Überraschend kommt das natürlich keinesfalls: „Bereits letztes Jahr haben wir das schon fest gemacht, er und Markus Habeler werden den Laden dann schupfen.“ Nun verabschiedet sich Zelesner in den wohlverdienten Ruhestand und hinterlässt ein bestens bestelltes Feld, das mit dem Claim „Wo das Golf zu Hause ist“ wirbt.

Das Heute

Die Golfclubs Föhrenwald und Linsberg liegen bekanntlich 36 Minuten von Wien entfernt, bieten ebenso viele Löcher. Lins­berg, wo ein 36 Grad warmes Thermalwasser zur Entspannung einlädt, steht dabei für „easy Golf“, während im Föhrenwald auf Topgolf gesetzt wird. Das Urgestein der heimischen Golf­szene erklärt rückblickend: „Ich habe in den letzten 20 Jahren meiner Tätigkeit sehr viel erlebt. Highlights waren sicherlich die Austragung der Ladies European Tour von 2005 bis 2012, der Clubhausneubau und die Errichtung und Betreibung des Golfclub Linsberg gemeinsam mit der Golfarea 36. Jetzt genieße ich mal die Zeit mit meiner Familie, und wer weiß, vielleicht komme ich ja irgendwann in einer ehrenamtlichen Funktion wieder zurück, was mir bereits angeboten wurde.“ Bis es vielleicht so weit ist, wird er sich neben der Familie auch viel mit dem Wald befassen, den er als Jäger betreut. Nun folgt mit Christoph Schneeberger ein Mann, der in der Szene auch keinesfalls unbekannt ist und auch den Club quasi in- und auswendig kennt.

Viel Erfahrung

Schneeberger ist ebenfalls seit über 20 Jahren im Golfgeschäft tätig. Er leitete den Golfshop der Golfrange Schwechat und übernahm später auch deren Clubmanagement. Er bringt also die nötige Erfahrung mit und kennt den „neuen“ Club sehr gut, war er doch selber als Vorstand im Verein. Er kennt das Haus in- und auswendig, allerdings kennt ein Vorstand das Alltagsgeschäft nicht, was für Schneeberger wohl die große Herausforderung wird, wie er erklärt. Die großen Entscheidungen hat er freilich mitgetragen, sei es etwa der Ausbau des Clubhauses oder das Redesign der Plätze. Schneeberger verfügt also über sehr viel Erfahrung, nicht nur im Golf, sondern auch speziell in dem Club, den er nun quasi übernehmen wird. Er weiß auch schon, was ihn erwarten wird. Den Wechsel vom Vorstand in die Geschäftsleitung vollzog übrigens schon Zelesner vor über 20 Jahren.

Anders als bisher

Wie schätzt nun der neue Mann  aktuell die Lage ein, was unterscheidet seine bisherige von seiner kommenden Tätigkeit? „Aufgrund dessen, dass im Golfclub Föhrenwald viel mehr Turniere und Events stattfinden, ist es doch anders als in Schwechat“, meint Schneeberger. Anders sei zudem, wie die Mitgliederbetreuung aussehe, und die Greenfees sind ebenfalls unterschiedlich: „Es wird auf jeden Fall eine gänzlich neue Herausforderung. Dabei reizt mich das Gesamtpaket: der Qualitätsanspruch und der ständige Versuch, unsere Produkte in der Golfarea 36 zu verbessern.“

Start mit Baustelle

Was nun auf Schneeberger zukommt, verriet er schon neulich in der Golf Week. „Im Golfclub Föhrenwald verfolgen wir seit 20 Jahren einen Masterplan“, so der „Neue“. „Wir werden wieder zwei neue Löcher machen, wie gewohnt wird das der kanadisch-irische Architekt Jeff Howes machen. Er hat ja schon den Föhrenwald redesignt und Linsberg gebaut.“ Diese Arbeiten sind für den Herbst geplant, seine Ära wird also – im positiven Sinne – mit einer Großbaustelle anfangen. Den Golfboom der Pandemie hat auch er registriert – strategisch sei die Herausforderung, dass sich der Boom nicht umkehrt, nicht zuletzt aufgrund der gestiegenen Preise. 

In die Zukunft!

Doch es gibt noch weitere Her­ausforderungen. „Die Digitalisierung wird für uns ein wichtiges Thema in den nächsten Jahren werden. Spieler buchen und zahlen auch online. Das Golfgeschäft entwickelt sich ständig weiter. Golf ist eine Weltsportart. Es ist wichtig, mit den weltweiten ­Innovationen mitzuhalten“, sagt Schneeberger abschließend.


Bildnachweis: © Habeler Markus.

Georg Sander
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