Es lebe der Sportsgeist

Es lebe der Sportsgeist

Stacy Lewis durchbricht die südkoreanische Dominanz, gewinnt wieder auf der LPGA Tour und zeigt mit einer großen Geste auf.

Es ist scheinbar eine zusätzliche Motivationsspritze, wenn man sich im Klaren ist, wofür man kämpft und rackert. Stacy Lewis kündigte im Vorfeld der Cambia Portland Classic an, ihr gesamtes Preisgeld den Flutopfern in Houston, ihrer Wahlheimat, zu spenden und brachte damit das Momentum auf ihre Seite. Denn genau dieses berühmte Detail schien ihr in der jüngsten Vergangenheit abhanden gekommen zu sein. Immerhin wartete die US-Amerikanerin bereits seit 2014 auf einen Titel, belegte in dieser Zeitspanne aber ganze zwölf Mal den zweiten Platz (u.a. an selber Stelle im Vorjahr). Und auch diesmal wurde es am Sonntag noch einmal knapp an der Spitze des Leaderboards. Am Ende rettete Lewis aber einen Schlag Vorsprung auf In Gee Chun über die Ziellinie und sorgte für den fünften Saisonsieg einer US-Proette (im Gegensatz zu 13 Siegen der Südkoreanerinnnen). Und In Gee Chun hätte die asiatische Dominanz mit etwas mehr Glück sogar noch weiter aufbessern können. Allein sie fuhr im Jahr 2017 bereits fünf zweite Plätze ein.

Unterstützer gefunden

Bei 164.000 Euro, so viel gab es für den Sieg, blieb es aber nicht. Lewis’ Sponsor KPMG verdoppelte den Betrag und auch weitere Unternehmen gaben ihre Unterstützungerklärungen ab. Sogar Privatpersonen schlossen sich dem sozialen Unterfangen an und spendeten ihr Erspartes. Aus deutschsprachiger Sicht endete das Turnier hingegen unspektakulär. Sandra Gal, die einzige deutsche Teilnehmerin, startete zwar mit einer 69er-Runde mehr als nur ansprechend, konnte die Leistung an den folgenden drei Tagen aber nicht mehr konstant abrufen und belegte am Ende den geteilten 55. Rang. Der zweifachen Titelverteidigerin Brooke Henderson erging es ähnlich: Nach Runde zwei noch in geteilter Führung gelegen, blieb ihr am Ende nur der 15. Platz.

Golf Week Redaktion
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