Es kann weiter­gehen

Es kann weiter­gehen

Ab Ende Juli wird auch auf der European Tour wieder aufgeteet. Den Auftakt machen Lee Westwood und das 
Betfred British Masters.

Die gute Nachricht zuerst. Auch in Europa­ wird sich in naher Zukunft wieder etwas­ in Sachen Profigolf tun. Die schlechte? Im Gegensatz zur PGA Tour, die bereits diese Woche mit der Charles Schwab Challenge im Colonial Country Club in Fort Worth Texas zum ersten Mal seit der Corona-Krise wieder aufteet, wird es bei der European Tour kein großes Turnier vor Ende Juli geben.

Geduld

Golffans müssen sich also in Europa noch ein wenig mehr gedulden als in den USA, doch immerhin setzt die European Tour damit auch ein wichtiges Zeichen im Sinne von „Uns gibt es auch noch“. Immerhin wurde kürzlich ein Plan für die Monate Juli und August vorgelegt, ein erster Schritt ist also getan.

UK Swing

Beginnen wird die Rückkehr des Profigolfsports in Europa mit dem UK Swing, der insgesamt 6 Turniere beinhaltet. Das Betfred British Masters mit Lee Westwood als Turniergastgeber macht vom 22.–25. Juli im Close House GC in der Nähe von Newcastle den Auftakt. Mit der English Open (Marriott Forest of Arden) und der English Championship (Marriott Hanbury Manor) folgen zwei weitere Events in England, bevor es anschließend nach Wales geht.

Ryder-Cup-Flair

Vielen ist Celtic Manor nicht zuletzt auch wegen des Ryder Cup 2010 noch ein Begriff. Das Resort in Newport wird mit der Celtic Classic und der Wales Open gleich zwei Turniere hintereinander beherbergen, ein Unikum. Enden wird der UK Swing in einem weiteren Ryder Cup Venue, dem legendären The Belfry. Schon vier Mal war The Belfry Host des Kontinentalvergleichs (1985, 1989, 1993 und 2002), ein guter Ort also, um mit der UK Championship das letzte Turnier des UK Swing zu hosten.

Cluster-Strategie

„Basierend auf den Expertenmeinungen, die wir erhalten haben, macht es am meisten Sinn, gleich mehrere Turniere in einem Territorium auszurichten. Das gilt gerade für die Tests, die Unterbringungen und das Reisen“, erklärt European-Tour-Chef Keith Pelley die Idee hinter dem UK Swing.

Tourboss Keith Pelley will wieder durchstarten.

 

September noch offen

Damit sorgt die European Tour immerhin von Ende Juli bis Ende August für durchgehende Golfunterhaltung. Wie genau es dann im September weitergeht, wird sich noch zeigen. Informationen und Auskünfte zu Updates soll es auf den Kanälen der European Tour geben.

Dicke Fische

Gute Neuigkeiten gibt es auch in Sachen Rolex Series. Mit der Aberdeen Standard Investments Scottish Open (8.–11.10.) und der BMW PGA Championship (15.–18.10.) sind gleich zwei dicke Fische in den goldenen Oktober verlegt worden und sollen stattfinden. Selbiges gilt auch für den Dezember, in dem die Nedbank Golf Challenge hosted by Gary Player (Südafrika) und die DP World Tour Championship in Dubai den Saisonabschluss bilden.

Sicherheit

Das Grundgerüst für den Rest der European-Tour-Saison steht also. Dazu gehören natürlich auch die Hygiene und Sicherheitsvorkehrungen während der Turniere. Dafür verantwortlich zeichnet Dr. Andrew Murray, der Chefarzt der European Tour. In Zusammenarbeit mit Beratern aus den 30 Gastgeberländern der European Tour und der Firma Cignpost, die für die Tests verantwortlich ist, wurde eine umfassende und sich ständig weiterentwickelnde Strategie entworfen, die sich an den internationalen Vorgaben orientiert und somit eine sichere Ausführung der Turniere gewährleis­ten soll. Auch in Sachen Charity hat man sich vonseiten der European Tour etwas einfallen lassen. Unter dem Namen „Golf for Good“ wurde eine Initiative ins Leben gerufen, die u.a. die Gemeinden, in denen die European Tour gastiert, und deren Helfer unterstützen soll. Die vielen positiven gesundheitlichen Aspekte, die die Ausübung des Golfsports unter freiem Himmel mit sich bringt, sind ebenfalls ein Thema. Ein positives Signal für den Golfsport wäre auf jeden Fall ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Gesucht wird der Nachfolger von Jon Rahm, der 2019 das R2D gewann.

 

Fazit

Man darf also gespannt auf Ende Juli sein, wenn die European Tour ihre Pforten wieder öffnet, und darauf, wie sie sich mit all den Vorgaben und Maßnahmen präsentiert. „Die Gesundheit steht dabei an erster Stelle“, hat Keith Pelly immer wieder betont. Die European Tour hat sich der ­Herausforderung jedenfalls gestellt und möchte auch in dieser Saison wenn möglich am Ende einen Race-to-Dubai-Champion präsentieren. Die vielen Veränderungen, die Covid-19 weltweit mit sich gebracht hat, sind auch an ihr nicht spurlos vorübergegangen.

Starke Partner

„Es steht außer Frage, dass wir für den Rest der 2020er-Saison in vielen Bereichen anders denken mussten. Als globale Tour ist die Vielfalt schon immer eine unserer größten Stärken gewesen. In der jetzigen Situation aber wird sie auch zu einer unserer größten Herausforderungen“, so Keith Pelley, der sich im selben Atemzug auch gleich bei den Partnern und Sponsoren seiner Tour bedankte. „Sie haben nicht nur Flexibilität gezeigt, sondern auch Verständnis für die momentane global vorherrschende Situation, und wir sind sehr dankbar, sie als Partner unserer Tour zu haben“, so Pelley. Was bleibt, ist, der Tour viel Glück und Erfolg bei ihren Umsetzungen in den kommenden Monaten zu wünschen.


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