Die Chance in der Krise: Renaissance des Weeklys

Die Chance in der Krise: Renaissance des Weeklys

Auch wenn das Weekly in den letzten Jahren etwas aus der Mode gekommen ist, kann es gerade jetzt, da es ohne große Abendevents und Siegerehrungen auskommt, der Schlüssel zum Erfolg sein.

Wie jede Krise bringt auch diese nicht nur Herausforderungen mit sich, sondern auch große Chancen. Im Golfsport ist eine davon möglicherweise ein in letzter Zeit nicht mehr so geschätztes Format: das Weekly, Turnierserien, die von den Golfclubs an normalen Wochentagen organisiert und durchgeführt werden, allerdings ohne das übliche Unterhaltungsbrimborium inkl. lauter Siegerehrung und Abendveranstaltung. Genau darin lag wohl in der Vergangenheit auch das Problem der Week­lys. Doch nun hat Corona aus dieser vermeintlichen Not eine Tugend gemacht. Während nämlich das Turniergeschehen exakt aus diesem Grund, nämlich wegen der Corona-Maßnahmen, mehr oder weniger zum Erliegen gekommen ist, könnte ausgerechnet das Weekly wieder ­Gäste auf den Golfplatz locken. Vor allem dann, wenn sich die Clubs kreative und innovative Ideen für dieses Format überlegen. Das würde auch im Sinne einer klaren Positionierung, die jetzt umso wichtiger ist, einen wichtigen Baustein liefern und dabei helfen, den USP des jeweiligen Clubs ganz klar herauszustreichen.

Golf im Fokus

Außerdem steht dabei ganz eindeutig der Golfsport, das Spiel selbst, im Mittelpunkt des Interesses und nicht das Gaudium danach. Und: Für die Golfclubs sind große Veranstaltungen meist auch mit einem sehr hohen organisatorischen und finanziellen Aufwand verbunden. Ein Weekly ist da wesentlich schneller und leichter auf die Beine gestellt.

Aber auch dieses Turnierformat kann entsprechend aufgepeppt werden. Um die Spieler zur Teilnahme zu motivieren, können sich die Clubs beispielsweise einen regionalen Sponsor ins Boot holen, der dann etwaige Startgeschenke vergibt oder für ein bisschen Verpflegung auf dem Platz sorgt. Das können natürlich auch die eigenen Pro-Shops oder Clubrestaurants sein. Zudem besteht die Möglichkeit, neben der reinen Handicap-Auswertung am Ende des Jahres auch eine Gesamtwertung bekanntzugeben und die Sieger mit attraktiven Preisen für ihre Performance zu belohnen. Das kann zusätzlich motivieren, öfter zu golfen, um das eigene Können zu verbessern.

Rad muss nicht neu erfunden werden

Nun, neu ist die Idee, Weeklys abzuhalten, sicher nicht. Die meisten Golfclubs in Österreich und Deutschland gingen bereits in irgendeiner Art und Weise diesen Weg. Der GC Adamstal hatte beispielsweise jeden Donnerstag ein vorgabewirksames 18-Loch-Turnier auf dem Championship Course und freitags ein 9-Loch-Turnier auf dem Wallerbach Course – ebenfalls vorgabewirksam – auf dem Programm. Der GC Föhrenwald richtete gemeinsam mit Linsberg Asia ein Turnier auf dem 18-Loch-Championship-Golfplatz aus. Die Gäs­te des 4-Sterne-Superior-Hotels Linsberg erhielten dabei eine 15-Prozent-Greenfee-Ermäßigung. Danach stand ein Besuch der Teilnehmer in der Therme auf der Agenda.

Wie die Clubs mit diesem Thema in Zukunft umgehen werden, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, das Rad muss nicht komplett neu erfunden werden, wenn es darum geht, zusätzliche Frequenz auf die Plätze zu bekommen. Ein paar Adaptierungen sind aber sicherlich von Vorteil. So könnten die Weeklys etwa auch für Nichtmitglieder freigegeben werden. Das kann vor allem helfen, jene Golferinnen und Golfer auf die Anlage zu bringen, die in erster Linie dem Golfsport frönen und ihr Handicap verbessern wollen.
Zudem haben diese Spieler dann auch jedes Mal die Gelegenheit, neue Gleichgesinnte kennenzulernen. Das sorgt sicher auch für den einen oder anderen Besuch im Clubrestaurant nach dem Turnier oder auch im Pro-Shop des jeweiligen Clubs.

Medialisierung der Turniere

Das erfahrene Golf Week Events Team berät Golfclubs bei der Ausrichtung derartiger Turnier­formate bzw. steht hinsichtlich des Aufbaus von Turnierserien ­jeder Art als Unterstützer zur Seite. Mit dem PR-Package der Golf Week sorgen die Clubs dann durch gezielte Kampagnen für die nötige Aufmerksamkeit durch eine entsprechende media­le Präsenz.


Bildnachweis: © Getty Images.

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