Der digitale Golfplatz

Der digitale Golfplatz

Die Software „placeit“ funktioniert als kartenbasierte Webanwendung, App mit eigenem Icon oder digitales Birdiebook und ermöglicht es Golfspielern, individuell angepasste Spezialkarten für den Golfplatz zu erstellen.

Im Gespräch mit Golf Week schildert Sven Maurmann – Gründer und Geschäftsführer der Bonner Firma kippdata – wie es zur Idee von „placeit“ kam, welche Ziele mit dem Produkt verfolgt werden und welche Herausforderungen die Digitalisierung von Golfplätzen mit sich bringt.

Golf Week:
Mit welcher Intention wurde placeit gegründet?

Sven Maurmann:
Zum einen soll der Betreiber einer Golfanlage in die Lage versetzt werden, seinen Platz für den Greenfee-Spieler attraktiv darzustellen. Dies geschieht in der Form eines digitalen Birdiebooks, das mit modernen visuellen und textuellen Mitteln die einzelnen Spielbahnen präsentiert. So wird für den Freizeitgolfer die Hemmschwelle zum Spielen auf einem fremden Platz deutlich reduziert. Der Golfer kann sich vor der Runde spielerisch mit dem Platz vertraut machen, hat mehr Spaß auf der Runde und kehrt mit einem positiven Gefühl zurück ins Clubhaus. Für den Betreiber der Anlage bedeutet das mehr Greenfee-Spieler, die ein weiteres Mal den Platz spielen.

GW:
Welche besonderen Herausforderungen gibt es in der Umsetzung?

SM:
Jeder Golfplatz ist anders. Das macht ja den besonderen Reiz des Golfsports aus. Es bedeutet aber auch, dass jede Golfanlage ihre eigenen kartografischen und visuellen Besonderheiten hat, auf die wir mit placeit reagieren müssen. Dabei müssen wir beachten, dass placeit sich gut in die Webpräsenz der jeweiligen Anlage einfügt und dass es sowohl für den Betreiber als auch für den Spieler leicht und intuitiv zu bedienen ist. Wir müssen einerseits innovative Techniken einsetzen, diese aber andererseits so sanft präsentieren, dass keine Hemmschwellen für die Benutzer entstehen.

GW:
Wurde die Idee zu placeit von Runtastic inspiriert?

SM:
Natürlich haben wir im Laufe der Jahre, in denen wir placeit entworfen, entwickelt und im Destinationsmanagement eingesetzt haben, auch die unterschiedlichsten Community-Lösungen angeschaut. Für den Golfsport ist allerdings die primäre Inspiration die eines guten und für Golfer unterschiedlicher Spielstärke gleichermaßen nutzbaren Birdiebooks gewesen. Wir haben uns mit Teaching Pros und mit Clubmanagern unterhalten und deren Beobachtungen und Erfahrungen mit den eigenen Erlebnissen zusammengebracht.

GW:
Funktioniert die Software weltweit?

SM:
Ja, placeit ist weltweit einsetzbar. Es kann an beliebige Sprachen angepasst werden und kennt somit keine Ländergrenzen.

placeit ist ein Produkt der Bonner Firma kippdata GmbH, die im Jahr 1998 gegründet wurde. placeit als Lösung für Outdoor-Sports (Triathlon, Marathon, Radrennen) wird seit einem Jahr bei unterschiedlichen Events und placeit für Golfanlagen wird seit 2018 im GC Arosa in Graubünden erfolgreich eingesetzt.


Bildnachweis: kippdata gmbh.

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