Der berühmteste Schummler: Trump

Der berühmteste Schummler: Trump

Ein Golfer, der nicht wegen seines guten Spieles bekannt wurde, sondern aufgrund vielzähliger Unruhen in allen internationalen Medien, heißt Donald Trump. Der ehemalige US-amerikanische Präsident, der sein Amt bei der letzten Wahl 2020 nicht verteidigen konnte, wird auch Unternehmer und Entertainer genannt.

Anscheinend hat er auch ein großes Talent als Schauspieler. Das könnte man laut Aussagen von Personen schlussfolgern, die bereits mit Trump zu tun hatten. Möglicherweise grenzen wir die Gruppe dieser Trump-Bekannten zu stark ein – jeder, der regelmäßig Nachrichten konsumiert und Trump auf Social Media verfolgt, kann den bereits 75-jährigen als Person einschätzen, die nicht nur die Wahrheit erzählt. Das alles macht ihn jedoch noch zu keinem Lügner, deshalb sollte man diese Behauptungen genauer prüfen und konkretisieren.

Der Grund, warum das Thema erneut aufgegriffen wird, ist ein ganz einfacher. Rick Reilly, Golf-Fan und Journalist, der bereits mehrmals mit Trump zu tun hatte, schrieb ein Buch mit dem Titel „Der Mann, der nicht verlieren kann“. Das faktenbasierte Buch erschien am 2. September 2021 und hat auf alle Fälle Bestsellerpotenzial – wer interessiert sich nicht für die Untugenden und Schummeleien eines ehemaligen US-Präsidenten. Dabei erläutert er die Raffinessen, gemeine Taktiken und Unwahrheiten des viel kritisierten Donald Trumps.

Dass der Wahrheitsgehalt in der Politik schwer zu beziffern ist, weiß jeder. Donald Trump bewies jedoch auch am Golfplatz keine Skrupel. Ihm zufolge gewann er insgesamt 18 Clubmeisterschaften – nicht zu vergessen, er besitzt einige Golfclubs. Wer ihn bereits spielen sah, für den scheint das eher unwahrscheinlich – seine Clubmeistertiteln schnappte er sich, indem er bei der Übernahme oder Kauf eines Golfclubs auf die neuen Tafeln der Clubmeister verewigt wird. Zusätzlich spricht er gerne von seinem niedrigen Single-Handicap von 2,8. Laut Experten pendelt sich dieses eher zwischen 7 und 10 ein.

 

Von einem ehemaligen Mitspieler Trumps entstand die nächste fragliche Geschichte. Dieser erzählte von einem eingelochten Ball Trumps aus mehreren Metern Entfernung. Nach der Chip-Bewegung sah der Mitspieler jedoch keinen Ball fliegen – lediglich wie Trump einen Ball aus dem Loch holte. Dabei wird er beschuldigt den Ball während der gesamten Prozedur in der Hand gehalten zu haben, um vortäuschen zu können, er befinde sich im Loch. Niederlagen steckt Trump nicht gerne ein, deshalb schenkt er sich den Ball gerne selbst, auch wenn er noch nicht zum Stehen kam.

Lügen außerhalb des Golfclubs wurden ebenfalls bekannt. Seiner aus Slowenien stammenden Frau Melania empfahl er Österreich als Herkunftsland zu nennen – es höre sich schlichtweg besser an. Wenn die meisten Menschen noch so negative Eindrücke des Unternehmers haben, schafft er es bereits seit Jahren immer wieder auf die Cover von viel verkauften Büchern.


Bildnachweis: Getty Images.

Jan Kienbichl
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