Das Golf Masters Turnier – fast ein Marathon-Event

Das Golf Masters Turnier – fast ein Marathon-Event

Ein Erfahrungsbericht:

Eine gewisse Vorfreude regte sich in mir bereits Tage vor dem Event. Das Programm versprach attraktives Golf in wundervoller Umgebung mit durchaus sportlichem Anspruch: vier Tage, zehn Golfplätze, 90 Löcher. Würde ich das locker hinbekommen? Spielt das Wetter mit? Habe ich nette Flightpartner? Und dann erst der sensationelle Hole-in-One Preis, gestiftet vom Autohaus Pappas – ein Mercedes EQB.

Golfkooperation gibt es jede menge

Eine sticht heraus: Golf & Seen. Das ist allerdings nicht so schwer, denn die Ausgangslage ist einzigartig: Das Salzkammergut mit Traunsee, Wolfgangsee, Fuschlsee, Mondsee und Attersee ist ein besonders schöner Flecken in Österreich. Mitten in dieser faszinierenden Landschaft liegen zehn schöne Golfplätze und bilden mit 19 umliegenden Golfhotels zusammen die Golf & Seen Region.

Tag 1 ist sicher zum Aufwärmen und Reinkommen – dachte ich, aber falsch gedacht.

Denn mit den beiden Golfkursen am Fuschlsee geht es gleich sportlich los. Zwölf Uhr, ers­ter Abschlag am Golf & Country Club Schloss Fuschl. Ein gutes Score-Ergebnis ist nur mit taktischem und präzisem Spiel zu erreichen. Wer Schräglagen nicht gewohnt ist, tut sich schwer. Jedoch entschädigt das traumhafte Panorama der Clubanlage für alle Mühen.

Wir setzen mit einer Zille über an das andere Ende des Fuschlsees – hier liegt der Golfclub Waldhof e.V., ein 9-Loch-Platz mit Par 62. Ein Golfplatz, der für Anfänger und Fortgeschrittene nie langweilig wird, mit interessanten, abwechslungsreichen Spielbahnen, bei dem auch das Aprés-Golf nicht zu kurz kommt.  Denn das Abendessen am ers­ten Tag nehmen wir in der urigen Waldhof Alm ein. Die herzhafte Brotzeit mundet.

Die 20 Teilnehmer schwärmen danach individuell zurück in die Partnerhotels, eines schöner als das andere. Ich fahre nach Nußdorf am Attersee, mein Schlafplatz ist das Hotel Aichinger. Schönes Zimmer. Große Freude.

Tag 2 beginnt früh. Ich genieße ein flottes Frühstücksei und fahre nur fünf Minuten zum ers­ten Tee am Golfclub Am Attersee. Der 18-Loch-Platz befindet sich etwas erhöht über dem Attersee und schenkt uns Teilnehmern quasi bei jedem Abschlag atemberaubende Aussichten auf das glitzernde Blau. Bachebenen wechseln mit Hügellagen, Naturbahnen mit markanten Design­löchern. Die Grüns sind gut in Schuss. Schöne Runde. Mit dabei: der Ex-Eisschnelläufer Michael Hadschieff. Auch Clubmanager Andreas Hagara ist ein ehemaliger Spitzen-Athlet, mehrfacher Weltmeister im Segeln.

Weiter geht‘s zum zweiten top-gepflegten Platz am Attersee, dem Golfclub Regau. Dort nimmt mich mein netter Flightpartner Markus dankenswerterweise im Cart mit – es ist sommerlich schwül warm, da kommt mir das Angebot sehr gelegen. Die Spielbahnen liegen herrlich eingebettet zwischen plätschernden Bachläufen und werden von grünen Wäldern und Wiesen gesäumt. Die großzügige Drivingrange lasse ich links liegen, schließlich spielen wir genug Golf in diesen vier Tagen. 

Weiter Richtung Bad Ischl zum 1933 gegründeten Golfclub Salzkammergut. Ein liebenswerter Platz, auch weniger gute Schläge werden meist verziehen und Ballverluste sind selten. Andy der Wirt ist ebenso liebenswert. Er serviert uns im Minutentakt Getränke und umsorgt uns vor und nach der Runde. 

Golfclub Salzkammergut

 

Tag 3 beginnt mit einem Blick in den Himmel. Schließlich hat es die ganze Nacht geregnet. Aber pünktlich zum Tee Off im Golfclub Römergolf reißt es auf. Auf die Gäste wartet ein unkompliziertes Golferlebnis. Aber der hügelig gestaltete 18-Loch-Panoramakurs hat es in sich, gelegen auf immerhin 630 Metern Seehöhe mit herrlichen Ausblicken auf Tennengebirge, Watzmann und Gaisberg. Interessant: Unmittelbar unter Loch 6 ist ein antiker Gutshof verborgen, daher der Name.

Zweite Teetime ist im Golfclub Gut Altentann, ein Leading Golf Kurs. Jeder Golf-Enthusiast kennt den Platzbauer: Designed by Jack Nicklaus. In Europa ist er bislang nur für diese eine Anlage verantwortlich. Kürzlich leicht umgestaltet, Spielbahnen anders gereiht – ein Zugewinn, finden wir Teilnehmer.

Golfclub Gut Altentann

 

Danach zum nahe gelegenen Platz in Salzburg – Eugendorf zur letzten Runde des Tages. Am Abschlag wartet schon Norbert Sperr, erfolgreicher Hotelbetreiber, Gründer und Obmann der Vereinigung Golf & Seen. Er lässt es sich nicht nehmen, jedem nochmal ein schönes Spiel zu wünschen. Haben wir! Der 18-Loch Championcourse ist eine golferische Herausforderung für den Könner und ein Abenteuer für den Golfeinsteiger. Zeigt sich heute von der besten Seite. Nach unserer Runde gibt es auf der gemütlichen Terrasse ein feines Abendessen – Niko Koller und sein Team wären allein eine Reise wert.

Tag 4: Jetzt verstehe ich langsam, was es bedeutet, vier Tage lang stabil gutes Golf zu spielen. Fast fühle ich mich wie ein Golfprofi auf der Tour. Wir starten auf dem kurzen Kurs beim GC Drachenwand. Der Name ist hier Programm, denn gleich gegenüber thront majestätisch die gleichnamige, 1176 Meter hohe Felswand. Leider keine Zeit, innezuhalten und die grandiose Kulisse zu genießen. Erst muss das Signature Hole, das Loch 4, bezwungen werden. Hier muss man mit dem Abschlag gleich zwei Teiche überspielen.

Der krönende Abschluss des Turniers findet im Golfclub Am Mondsee, dem zweiten Leading Kurs, statt. Spielerisch und platztechnisch der Höhepunkt. Bei der „Nearest to the Pin“- Challenge gilt es vom Badesteg am Clubhaus auf die 18 zu spielen. Ich gehe leer aus, auch den tollen Hole-in-One-Preis (ein E-Mercedes) an der 15 verpasse ich. Ich tröste mich mit der geringen Wahrscheinlichkeit, ein Ass zu spielen (1:10150). 

E-Mercedes

 

Bei der Siegerehrung auf der schönen Clubterrasse dann entspannte Atmosphäre bei den Turniergästen, umsichtig umsorgt vom besten Kellner der Welt, dem Josef. Es gibt kaum Überraschungen, hatten sich doch die Sieger der Netto- und Bruttowertung bereits längst abgezeichnet. Max Nöbauer-Knechtl räumt Netto-Gruppe A (bis Stvg. -18,5) und Brutto bei den Herren ab, in der Gruppe B (Stvg -18,6 bis -54) ist Reinhold Hofinger mit weitem Abstand vorne. Brutto-Damen-Siegerin ist mit Petra Kerschbaumer ein Gast aus Kärnten. Es gibt durchwegs tolle Preise, zum Glück für die Gewinner meist gesponserte Aufenthalte in den Partnerhotels. Das heißt: Wiederkommen garantiert!


Bildnachweis: © YRO (3).

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