Lehrmeisters Mission

Lehrmeisters Mission

Hall of Fame Teacher Mike Adams erklärt, wie Golfer zur Blaupause ihres Schwungs finden, um sie individuell abgestimmt zu unterrichten.

Der Golfschwung ist eine der am meisten analysierten und diskutierten athletischen Bewegungen, die es gibt. Theorien, wie der Schläger geschwungen werden soll, gibt es viele. Daher herrscht mitunter Verwirrung darüber, welche die richtigen Grundlagen sind. Mike Adams, seit über 30 Jahren Golflehrer aus Leidenschaft und bekannt als „Teacher of Teachers“ (er hat mit über 20 aktuellen Mitgliedern der GOLF Magazine Top 100 Teacher List gearbeitet), will mit den Missverständnissen aber nun Schluss machen und versucht, Golflehrer weltweit in die richtigen Bahnen zu lenken. In dieser Mission machte er Ende April im berühmten Bio Hotel Stanglwirt auf Einladung der ansässigen Golf Sport Academy um die Headpros Thomas Feyrsinger und Ulf Wendling mit seinem „BioSwingDynamics“-Seminar Station. Dabei hinterließ er bei den 44 Teilnehmern, darunter u.a. ÖGV-Sportdirektor Niki Zitny und Nationaltrainer Markus Brier, einen bleibenden Eindruck.

Individuelles Optimum

Denn die Grundlagen in Mike Adams’ Theorie sind revolutionär. Sein Ansatz („Warum raten, wenn man es messen kann!“), den er mit vielen Bio-Mechanikern und Bewegungsexperten ausgearbeitet hat, macht die Individualität im Schwung, im Stand und im Griff mess- und auch erklärbar. Mit ein paar Tests kann so definiert werden, ob der Spieler eher ein Rotationstyp (Spinner), Lateraler Schwungtyp (Glider) oder eher ein Sprungtyp (Launcher) ist. Anhand dieser Erkenntnisse wird versucht, den Schwung für den einzelnen Golfer zu optimieren – also wie der einzelne Golfer stehen, greifen und schwingen soll. „Es ist ein bisschen ein umgekehrter Ansatz, als man Jahrzehnte lang unterrichtet hat. Als man gesagt hat, man muss es so oder so machen – ohne zu wissen, ob der Spieler das überhaupt machen kann oder soll. Aber jeder ist individuell, jeder ist einzigartig und das ist auch gut so!“, klärt Zitny auf.

Begleitprogramm

Begleitet wurde Adams von seinem Partner Smart2Move, der Bodendruckplatten („Force Plates“) in Kooperation mit Kistler, dem Schweizer Weltmarktführer für dynamische Messtechnik, herstellt. Sie bieten die Möglichkeit, den Druck zu messen, den die Schüler beim Schwung auf den Boden verteilen und wie sie den Untergrund nützen, um Bodenreaktionskräfte und folglich Schlägerkopfgeschwindigkeit zu erzeugen. Zudem kann man dem Spieler auch direkt Feedback geben, wobei gleichzeitig Rücksicht auf die Ergebnisse des „BioSwingDynamics“-Screening genommen wird. Dabei soll das Gefühl vermittelt werden, wie man die Energie, die man in den Boden einsetzt, optimal umsetzen kann. Die mobilen Platten fanden auch Anklang beim ÖGV, der bereits gegen Ende 2017 den Ist-Zustand seiner Kader damit erhoben hat. „Wir haben auch einige Platten gekauft. Ziel ist es, dass jeder Trainer nächstes Jahr eine hat, die dann je nach Bedarf eingesetzt werden“, so Zitny. Warum? „Weil man damit extrem viel optimieren kann. Wir haben unglaubliche Verbesserungen zum Beispiel im Clubheadspeed gemessen und das mit nur einem ganz simplen Tipp.“


Bildnachweis: Golf Week Mediengesellschaft m.b.H..

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