Größtes Pro-Turnier

Größtes Pro-Turnier

Vom 18. bis 21. Juli fand mit den Euram Bank Open im GC Adamstal das größte Profigolfturnier in Österreich statt.

156 Aktive aus insgesamt 31 verschiedenen Nationen fanden sich im Golfclub Adamstal ein, um das größte heimische Profigolfturnier zu spielen, das zur European Challenge Tour gehört. Die Dotation betrug 185.000 Euro und die Unterstützung kam neben Namensgeber Euram Bank vom österreichischen Golf Verband, dem Sportland Niederöster­reich und Interwetten. Das Feld wusste mit klingenden Namen aufzuwarten. Einerseits die heimischen Pros: Martin Wiegele, 41 Jahre (Steiermark), Lukas Ne­mecz, 29 Jahre (Steiermark), Manuel Trappel, 29 Jahre (Vorarlberg), Timon Baltl, 24 Jahre (Steiermark), Bernard Neumayer, 28 Jahre (Salzburg), Sebastian Wittmann, 27 Jahre (Niederösterreich), Jürgen Maurer, 37 Jahre (Steiermark) und Felix Schulz, 25 Jahre (Steiermark) sowie die Amateure Niklas Regner, 19 Jahre (Steiermark), Lukas Lipold, 25 Jahre (Salzburg) und Gerold Folk, 22 Jahre (Steiermark). Andererseits internationale Topleute wie Matthew Jordan, 23 Jahre (England), Daan Huizing, 29 Jahre (Niederlande), Calum Hill, 24 Jahre (Schottland), Steven Tiley, 36 Jahre (England) und Vorjahressieger Darius van Driel, 30 Jahre (Niederlande).

Platzrekord

Nach dem Kanonenstart ging es sofort zur Sache. 2018 hatten fünf Spieler den Platzrekord mit 62 Schlägen aufgestellt. Der Deutsche Marcel Schneider schaffte die acht unter Par bereits am ersten Tag: „Ich bin hier das zweite Mal am Start, die erste Begegnung hatte ich vor sechs Jahren im Rahmen der Pro Golf Tour. Meine Form stimmt zurzeit, speziell das Putten funktioniert perfekt, ich hoffe morgen auf einen weiteren positiven Tag.“ Dahinter platzierten sich gleich fünf Spieler mit drei Schlägen Rückstand. Bester Österreicher war Lukas Lipold – ein Amateur. Er lag an 13. Stelle, mit einer 67er-Runde: „Ich habe mir vorgenommen die ganze Zeit über aggressiv zu spielen, was mir auch sehr gut gelungen ist.“

Schotte übernimmt

Bei weiterhin bestem Wetter gab es an Tag zwei einen Führungswechsel. Der Schotte Calum Hill spielte eine 64er-Runde und holte sich von Schneider die Führung mit insgesamt elf unter Par. Schneider reagierte gut auf einen Angriff des Chilenen Felipe Aguilar. Nachdem am ersten Tag gleich 25 Spieler mit Par abgeschlossen hatten, mussten die besten Leistungen her, um den Cut zu schaffen. Von den Österreichern gelang das Lipold, Regner, Schulz und Wittmann.  Die Finaltage versprachen also sehr viel Spannung, mit heimischer Beteiligung und motivierten und sehr gut spielenden Pros an der Spitze.

Spannung pur

Nach dem Cut gingen insgesamt noch 67 Profis und zwei Amateure in die zwei letzten Tage. Hill spielte überlegen, konnte die Angriffe der Konkurrenz bestens kontern und baute seine Führung auf die Verfolger mit vier Birdies und einem Bogey auf drei Schläge aus. Den zweiten Platz sicherte sich an Tag drei der Engländer Matt Ford. Auch der Platzrekord wurde wieder eingestellt. Der Schwede Pontus Widegren war 40., durch die Traumrunde rangierte er vor dem Finaltag auf Platz drei.

Gelungen

Das Finale war an der Spitze ein erbitterter Kampf zwischen den zwei Inselgolfern. Ford lag lange mit einem Schlag zurück, setzte den Schotten unter Druck. Dem hielt Hill jedoch stand und behielt auch auf der Schlussrunde mit vier Birdies die Nerven. Ford fiel noch zurück, auf dem geteilten zweiten Platz landeten schlussendlich der Schotte Ewen Ferguson und der Portugiese Jose-Filipe Lima. Calum Hill zeigte sich über seinen zweiten Challenge-Tour-Titel nach den Irish Open mehr als nur glücklich: „Wenn man gewinnt, ist man natürlich immer happy. Es hat mir hier besonders gut gefallen und es hat Spaß gemacht, als Führender in den letzten Tag zu starten. Natürlich war ich besonders motiviert, da mich meine gesamte Familie einschließlich meines Vaters als Caddy oft sehr lautstark angefeuert hat. Die Bedingungen hier waren erstklassig, ich kann dem Veranstalter nur gratulieren.“ Eine Sensation gelang dem Franzosen Julian Quesne. Er spielte eine fabelhafte 61er-Runde und stellte mit neun Birdies einen wohl einmaligen Rekord auf. Bester Österreicher wurde Lukas Lipold auf dem geteilten 56. Rang.


Bildnachweis: Gepa Pictures.

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