Golf unter Föhren

Golf unter Föhren

Der Golfclub Föhrenwald feiert seinen 50. Geburtstag und gibt sich selbst ein Maskottchen.

Das Leben im Jahr 1968 war ein gänzlich anderes als 2018 – so viel ist sicher. Damals war an Dinge wie einen Selfie-Hotspot für schöne Instagram-Fotos nicht einmal im Entferntesten zu denken. Ein solches „Clubtotem“ wurde anlässlich des 50. Geburtstags des Golfclubs Föhrenwald enthüllt. Es ist eine lange und bewegte Geschichte seit der Erföffnung des Golfclubs unweit von Wiener Neustadt, in der Gemeinde Lanzenkirchen gelegen, bis zu dem Totem. 1968 startete der Platz mit 18 Löchern auf 45 Hektar, 1974 wurde das Klubhaus fertiggestellt, ein Jahr später die erste Fairwaybewässerung installiert. Richtig viel getan hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten. 1999 wurde das Caddyhaus neu gebaut, 2001 wurden die Spielbahnen 1, 3, 4, 6, 7, 8 und 9 im Zuge eines Umbaus neu gemacht. Weitere Arbeiten und Umbauten folgten, etwa die Verlegung der Drivingrange oder die Einrichtung von drei Übungslöchern (beides 2002) und die Erneuerung der Fairwaybewässerung 2003, inklusive eines neuen Speicherteichs und der Installierung eines zusätzlichen Bewässerungssystems. Von 2005 bis 2012 machte die European Ladies Tour im Föhrenwald Station. Seit 2002 ist Elgar Zelesner Clubmanager und er hat auch Jubelmeldungen aus jüngerer Zeit zu vermelden: „2015 wurde der Golfclub Meister bei den Herren, Mid und den Supersenioren.“

Festakt

Zum runden 50er gab es am 28. Mai einen Festakt mit zahlreichen Ehrengästen, Sponsoren, Gründungsmitgliedern und langjährigen Mitgliedern, etwa Bundesrat Martin Preineder, Nationalrat Hans Rädler, Peter Enzinger, Präsident des Österreichischen Golfverbands oder Sparkassendirektorin Andrea Klemm. Nach einer gemeinsamen Eröffnung gingen ab 13 Uhr 113 Teilnehmer an den Start. Die Siegerehrung schloss Vizepräsident Günter Niebauer mit folgenden Worten ab: „Der Golfclub Föhrenwald ist gemütlich, sportlich und hat sich immer der Zeit angepasst.“ Ein rundum gelungenes Fest also, das alle teilnehmenden Personen begeisterte. Neben der ständigen Weiterentwicklung des Platzes errichtet der Golfclub aber noch einen zweiten Platz, bei der Asia Therme Linsberg, keine fünf Kilometer entefernt.

Zwei Jahre Bauzeit

„Seit 15. Juli 2017 ist der Golfplatz in Bau. Im Oktober  fand die erste Baustellenbesichtigung statt, am 5. Mai die zweite Besichtigung“, gibt Elgar Zelesner einen Einblick in die Bautätigkeiten, „Im Winter gab es bisher nur eine kurze Baupause, von 22. Dezember 2017 bis 8. Jänner 2018. Der neue Golfplatz nimmt immer mehr Formen an und auch die ersten Häuser im Golfvillage Linsberg sind verkauft.“ Verantwortlich für das Aussehen des Kurses ist Jeff Howes, der in Österreich bereits in Adamstal und dem Murtal tätig war und aus Irland stammt. Über den Kurs sagt er: „Ich möchte das kurze Spiel interessant machen, das wird die Herausforderung des Platzes ausmachen. Einer der Gründe dafür, dass in manchen Regionen der Golfsport rückgängig ist, sind die schweren Plätze, die oft zu lang sind – das soll beim GC Linsberg nicht der Fall sein.“ Fertig soll der Platz im Mai 2019 sein.

Regenprobleme

Anvisiert war eine etwas frühere Fertigstellung. Das verhinderte aber der Wettergott. „Probleme bereiten die vielen starken Regentage, die schweren Fahrzeuge können nicht auf den Platz fahren“, führt Zelesner die Problematik aus. Die ersten großen Bäume sind aber bereits gepflanzt, bis auf eine Verzögerung bei der Einsaat gabe es nichts, was den GC Linsberg verhindern könnte.

Erweiterung

Mit dem Platz bei der Therme startet der GC Föhrenwald noch mehr durch. Die Erfolgsgeschichte lässt sich anhand der Mitgliederzahlen ablesen. 1993 gab es 502 Mitglieder, 2017 hielt man bei über 850. Mit ein Grund ist neben der guten Flora und Fauna im südöstlichen Niederösterreich wohl auch die gute Lage. Eine knappe Stunde fährt man von Wien aufs Steinfeld, der Schneeberg, der Wechsel und der Neusiedler See sind in der Nähe. Das Grundprinzip des Golfclubs lautet „Golfen mit Freunden“ – sogar im Winter, wenn dank des pannonischen Klimas auch gespielt werden kann.

Das Ziesel als Symbol

Was hat es nun mit dem Ziesel auf sich? „Die Animal Signs Study analysiert die besonderen Imageeigenschaften von Tieren“, erklärt Zelesner. Und diese Eigenschaften des ersten Golfclub-Totems spiegeln die Eigenschaften von Golfern sehr gut wider: „Ziesel sind gesellige Typen, voll Beweglichkeit. Sie sind fröhlich, munter  und an allem interessiert, weiters abenteuerlustig, quirlig und einfach sympathisch.“

Zukunft

In näherer Zukunft plant der Golfclub mit dem neuen Maskottchen die Umgestaltung der Löcher neun und zwölf. Weiters finden im Juli und August der österreichische Schülergolfcup im Föhrenwald statt. Damit auch noch in 50 Jahren zwischen Zieseln, Schneeberg und Föhren abgeschlagen wird.


Bildnachweis: GCF/Kren.

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