Goldene Zeiten

Goldene Zeiten

Vice Golf hat bei den „Oscars des Golfsports“ dick abgeräumt. Grund genug, beim Münchner Startup einmal nachzufragen.

Wenn GolfDigest in den USA jährlich seine Hotlist für die besten Produkte aus dem Schläger- und Ballbereich herausgibt, zittern die Hersteller um die Wette. Während Gold einem Ritterschlag gleichkommt, gilt Silber fast schon als Niederlage. Mit vier Goldmedaillen für die Bälle Vice Pro/Soft/Plus und Vice Tour haben die Münchner Ingo Düllmann und Rainer Stöckel bei den diesjährigen Awards so richtig abgeräumt. Was das wert ist und wie die Reise mit Vice Golf weitergeht, erklärten die beiden im Golf Week-Interview.

Golf Week: Viermal Gold, das hört sich schon so ein wenig an wie bei den Olympischen Spielen?

Ingo Düllmann: Ja, das ist ein treffender Vergleich! Zumindest der Entwicklungs- und Kraftaufwand waren auf olympischem Niveau. Wir haben mit unzähligen Athleten und Ingenieuren Monate lang unsere Köpfe zum Rauchen gebracht, um eine sowieso schon sehr ausgereifte Produktpalette nochmals entscheidend zu verbessern. Das scheint uns wohl gelungen zu sein und der Goldrausch in Golf Digest ist so etwas wie das I-Tüpfelchen.

GW: Wie wird Vice Golf neben dieser Auszeichnung eigentlich in den USA wahr- und vor allem angenommen?

Rainer Stöckl: Amerika ist neben unserem deutschen und, weiter gefasst, europäischen Heimatmarkt der wichtigste Markt für uns. Das Pressefeedback in den USA überschlägt sich zur Zeit und wir erhalten im Tagesrhythmus Anfragen für Interviews und Statements, wie das kleine Startup aus „Good old Germany“ einen solchen Erfolg erzielen konnte. Das ist eine Menge Arbeit, macht aber sehr stolz und es macht eine Menge Spaß.

ID: Eines unserer USA-Highlights ist natürlich die besonders für den US-Markt extrem wichtige und so bisher nie dagewesene Kollaboration mit der National Basketball Association (kurz: NBA). Man fragt sich zunächst vielleicht, warum Vice jetzt mit der bekanntesten Basketballliga der Welt zusammenarbeitet. Aber das ist ganz einfach – weil wir Dinge anders angehen als traditionelle Brands! Wir wollen den Spaß in den Golfsport zurückbringen und der Welt zeigen, dass Golf auch cool sein kann. Warum soll ein Golfer nicht auch sein Lieblingsteam auf dem Platz repräsentieren können? Und das dann auch noch mit einem High Performance Ball und nicht mit einem „Stein“ aus dem Fanshop!

GW: Was gibt es zum Saisonstart Neues für den deutschsprachigen Markt?

RS: Wir werden auch dieses Jahr unseren Special Editions aus dem Cap-Bereich treu bleiben, jedoch haben wir zu ganz besonderen Ereignissen auch nochmals in die Ballkiste gegriffen und so manchen unserer Bestseller ein neues Kleid verpasst. Zudem gibt es nun auch unsere Vice Golf Tees, die nicht nur performancetechnisch, sondern auch farbtechnisch auf unsere Bälle angepasst wurden. Weiterhin wird es eine Version 2.0 unserer Bag-Linie geben, die sich wie warme Semmel verkauft hat und in der wir die meistgewünschten Features unserer Kunden verbaut haben. Im Laufe der Saison werden dann noch verschiedene Highlights auftauchen, über die wir momentan aber noch keine weiteren Details preisgeben können.

GW: Von Stillstand und Auf-den- Lorbeeren-Ausruhen kann also keine Rede sein?

ID: Auf gar keinen Fall. Vice Golf wird immer mehr zu einem internationalen Player, der sich nicht nur geografisch ausbreitet, sondern auch sein Produktportfolio an die wachsende Nachfrage anpasst. Welche Produktkategorie die nächste für Vice Golf sein wird, ist noch geheim, jedoch kann man vorab wohl schon so viel sagen: Egal, welches Produkt wir auf den Markt bringen, wir werden auch hierbei höchste Qualitätsansprüche an den Tage legen und lieber etwas länger warten, bis wir ein solches Produkt lancieren, bevor wir ein Produkt verkaufen, hinter dem wir nicht 100 % stehen. Ganz getreu unserem Motto: Do it with passion or not at all!

GW: Vielen Dank für das Gespräch.


Bildnachweis: Vice.

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